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Tierischer Spaß beim Hunderennen

64 Starter in Schwentinental Tierischer Spaß beim Hunderennen

Menschliche Zugpferde für vierbeinige Sprinter – das erste Spaß-Rennen der Hundefreunde Schwentinental entpuppte sich als tierisches Vergnügen für alle Besucher. Organisatorin Rayka Petersen konnte bei der Premiere 64 aktive Sportler auf vier Pfoten begrüßen.

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Marc Oliver, Judith und Matthias Paschelke rennen zusammen mit ihrer französischen Bulldogge Hektor als Zugpferde über die Rennstrecke, um Verfolger Mila den richtigen Weg zu weisen.

Quelle: Dirk Schneider

Schwentinental. Diese Zahl müsste eigentlich sogar verdoppelt werden. Denn unmittelbar vor den eigentlichen Rennteilnehmern durchliefen Herrchen oder Frauchen den 70 Meter langen Parcours, um die Verfolger zum Sprint zu motivieren.

 Die Hunde starteten dabei in verschiedenen Wertungsgruppen wie Welpen und Senioren sowie nach Größe laut Stockmaß. Mit dem pechschwarzen Chihuahua Queens schickte Sandra Viebranz aus Mucheln den kleinsten, aber bei weitem nicht langsamsten Hund auf die Piste. In 16,8 Sekunden meisterte die kleine Dame die Strecke, die die schnellsten Border Collies und Münsterländer in weniger als fünf Sekunden absolvierten. Deutlich schneller stürmte Viebranz zweiter Rennhund, der Zwergpudel Milo in rund acht Sekunden, über die Bahn.

 „Für diese Größe und angesichts der Rahmenbedingungen ist das eine sehr gute Zeit“, bewertete Sandra Viebranz, auch Ausrichterin des Muchelener Hunderennens, das Ergebnis. Denn in Schwentinental sei der Trampelpfad hinter der Uttoxeterhalle, der zudem eine leichte Kurve beinhalte, für Mensch und Tier ein schwieriger Kurs. „Es ist einfacher, wenn Trainer und Läufer permanent Sichtkontakt zueinander halten können“, betont Viebranz, die mit dem Hunderennen in Mucheln entsprechende Erfahrungen gesammelt hat.

Hier sehen Sie Bilder vom Spaß-Hunderennen in Schwentinental.

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 Ein weiteres Problem der Premiere in Schwentinental: Viele Zuschauer konnten der Versuchung nicht widerstehen, das Geschehen aus unmittelbarer Nähe und damit direkt am Zaum der Piste zu verfolgen. So manch sprintender Hund ließ sich durch diese Kulisse ablenken, schaltete einen Gang zurück in eine Art Paradetrab oder stoppte gar, um einen potentiellen Konkurrenten lautstark zu verbellen.

 Doch nach Rayka Petersen kurzer Ansage, den vierbeinigen Sportlern etwas mehr Raum zu lassen, entwickelte sich das etwas andere Gassigehen zum echten Rennsport. So schaffte es Lena Patent, ihre Island-Spitzhündin Elva bei deren Wettkampfpremiere in 5,5 und 5,1 Sekunden über die 70 Meter lange Bahn zu locken. Jeder Hund nahm die Strecke zwei Mal in Angriff. Lohn für Elvas Mühe: Ein paar Leckerlies und Streicheleinheiten sowie ein bequemer Rücktransfer auf Lenas Schultern, was in der Runde der Hundefreunde viele fröhliche Kommentare auslöste.

 Manchmal sorgte aber auch schon die Nennung des Namens für laute Lacher. So verbirgt sich hinter dem „Fürst der Finsternis“ ein wieselflinker Rauhaardackel, der von seinem Bruder „Muffin vom Backblech“ sogar noch überholt wurde.

 Für einiges Erstaunen sorgte auch der Berner Sennenhund-Landseer-Mix Balou, der das Motto „probier’s mal mit Gemütlichkeit“ nicht verinnerlicht hatte. Vielmehr „galoppierte“ der Rüde in flotten sechs Sekunden über die Strecke.

 Ebenso schnell war Momo. Der Kontinental Zwergspaniel entpuppte sich auf der Rennstrecke als echter Jagdhund, wobei die flatternden Ohren seinen französischen Namen Papillon (Schmetterling) zu erklären schienen. Ein echter Blickfang war übrigens Familie Paschelke, die quasi als Zugpferde mit ihrer französischen Bulldogge Hektor über die Rennbahn lief, um dem eigentlichen Rennteilnehmer und Verfolger Mila den Weg zu weisen. „Das ist eine ganz tolle Atmosphäre, und wir haben hier alle unseren Spaß“, lachte Vater Matthias, als das Quintett im Ziel wieder vereint war.

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