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Sperrung der B 430 in Ascheberg Per Navi zur Abkürzung

Das befürchtete Verkehrschaos wegen der Sperrung der Bundesstraße 430 in Ascheberg blieb aus. Weder an der Ortsdurchfahrt noch entlang der Umleitungsstrecken kam es am Freitag zu größeren Behinderungen.

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Ascheberg, Wahlstorf, Dörnick – die Kreuzung in Karpe entwickelte sich am Freitag zu einem Verkehrsknotenpunkt

Quelle: Dirk Schneider

Ascheberg. Auffällig war dabei: Zahlreiche Autofahrer suchten sich abweichend von der Ausschilderung über Preetz eine Abkürzung, sodass ein Großteil der Blechlawine durch Dörnick rollte.

 Eine wahrscheinliche Ursache für die relativ entspannte Situation: Durch den späten Start der Bauarbeiten gegen 9 Uhr konnte der Berufsverkehr das Nadelöhr problemlos passieren. Zudem durften auch die Linienbusse der Verkehrsbetriebe Kreis Plön durch die Baustelle kurven, was allerdings so manchen Privatwagen animierte, im Windschatten mitzuziehen. Im Vergleich zu anderen Baustellen halte sich die Zahl dieser Schwarzfahrer aber in Grenzen, bewertete ein Straßenbauer die Situation. Und angesichts der vielen direkten Grundstückseinfahrten rechne man ohnehin mit einer gewissen Zahl an Autobewegungen der Anwohner.

 Auch diese bewerteten die siebenstündige Vollsperrung eher unkritisch. „Das lässt sich alles irgendwie einrichten“, betonte Günter Mai. Verwundert sei er allerdings über die kurzfristige Information seitens des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. „Ohne den Bericht in den Kieler Nachrichten am Mittwoch hätten wir von nichts gewusst“, so Mai. „So konnten wir uns auf die Sperrung einstellen.“ Und auch viele Nachbarn hätten entsprechend reagiert, seien früher losgefahren oder hätten die Autos vorsorglich auf Parkplätzen im Ort abgestellt.

 Zu einer Hauptverkehrsader entwickelte sich die Dörnicker Gemeindestraße An der Schwentine. Neben zahlreichen Plöner Kennzeichen von ortskundigen Fahrern konnten die Anlieger wie Malte Hoeft hier anhand der Nummernschilder auch viele weiter Angereiste identifizieren. Angesichts des starken Verkehrsaufkommens hatte der Landwirt seinen Arbeitsplan umgestellt, um wenig mit den großen Schleppern vom Hof zu den Feldern pendeln zu müssen. „Glücklicherweise habe ich den Maishäcksler erst für die nächsten Tage bestellt, sonst wäre es hier eng und staubig geworden.“ Aber auch so kam der Schleichverkehr regelmäßig ins Stocken, da neben den Pkw auch „erschreckend viele Lastkraftwagen“ auf der schmalen Straße unterwegs waren, wie der Dörnicker Bürgermeister Dieter Wittke beobachtete. „Viele Fahrer nutzen vor Ort das Navi, das in kürzester Zeit eine neue Route berechnet und die führt nun mal über Dörnick – die ausgewiesene Umleitung wird einfach nicht angenommen.“ Dadurch komme es zu zahlreichen und schwergewichtigen Ausweichmanövern. „Mir tun meine Banketten leid“, so Wittke. Glücklicherweise sei der Boden relativ trocken, sonst wäre mit größeren Schäden zu rechnen. Um dies zu verhindern, sollte künftig kontrolliert werden, dass zumindest der Schwerlastverkehr die offizielle Umleitungstrecke nutze, regte Wittke an. „Sonst könnten die Straßenbauarbeiten bei uns gleich fortgesetzt werden.“

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