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Sperrungen wegen Kanalsanierung

B202/Selent Sperrungen wegen Kanalsanierung

Auf monatelange Verkehrsbehinderungen müssen sich die Autofahrer in Selent einstellen. Schon Ende des Monats soll die Baustelle in der Ortsdurchfahrt eingerichtet werden. Bis zum Sommer kommenden Jahres gibt es immer wieder Sperrungen, um Schmutz- und Regenwasserkanalisation zu sanieren.

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Die Ortsdurchfahrt in Selent wird ab November für Kanalisationsarbeiten immer wieder halbseitig gesperrt.

Quelle: Silke Rönnau

Selent. „Es ist ein Thema, das uns alle angeht“, begrüßte Bürgermeisterin Antje Josten die vielen Zuhörer, die am Donnerstagabend zur Einwohnerversammlung ins Feuerwehrhaus gekommen waren. Anschließend erläuterte Planungsingenieur Ulrich Hauck die geplante Sanierung der Regenwasserkanäle, die im Juni abgeschlossen sein soll – und auch muss, denn im August will der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr die B202 komplett mit einer neuen Fahrbahndecke versehen.

 „Selent hat ein großes hydraulisches Problem“, erklärte Hauck. Das Regenwasser konnte nicht durch den Ort geführt werden. Er habe deshalb die Umlegung einiger Trassen vorgeschlagen. Die Arbeiten im ersten Teilbereich sollen in drei Bauabschnitten erfolgen. Vom Ortseingang bis zum Steenkamp wird dafür die Kieler Straße halbseitig gesperrt. Sollte aufgrund der Wetterlage nicht gearbeitet werden können, soll die Fahrbahn geschlossen und der Verkehr wieder beidseitig fließen können. Man rechne mit einer dreimonatigen Bauzeit. Im zweiten Bauabschnitt wird vom Vorfluter durch den Steenkamp bis zur Einmündung Am Kamp gebuddelt. Dafür sei eine Vollsperrung erforderlich. Mit dem Besitzer des Mutter-Kind-Kurheims seien eine Behelfszufahrt und die Nutzung von Parkplätzen vereinbart worden. Anlieger könnten auf ihre Grundstücke fahren, müssten aber mit Einschränkungen rechnen. Der dritte Abschnitt reicht von der Straße Am Kamp bis zur Kieler Straße. Beauftragt wurden zwei Firmen, die gleichzeitig anfangen, so Hauck: „Alle Anwohner erhalten noch eine Mitteilung in ihren Briefkasten.“ Die Mülltonnen werden an den Abholtagen von den Mitarbeitern der Baufirmen an Sammelplätze gebracht.

 Anschließend erläuterte Ingenieur Steven Eisner von den Lütjenburger Stadtwerken die Planungen für die Schmutzwasserleitungen. Saniert würden vorerst nur die Rohre im Steenkamp. Er wies noch darauf hin, dass die Trinkwasserversorgung nicht betroffen sei. Auch er kündigte ein Schreiben an die Anwohner an und versprach, dass man versuchen werde, die Belastung so gering wie möglich zu halten. Ein beauftragtes Unternehmen werde vor Beginn der Bauarbeiten noch eine Bestandsaufnahme an den Häusern machen, um später bei eventuellen Beschwerden feststellen zu können, ob ein Riss in der Hauswand schon vorher dagewesen oder durch die Arbeiten entstanden sei.

 Die Gesamtkosten werden grob auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt, so Antje Josten. 50 Prozent trage die Gemeinde. „Die restliche Summe wird über die jährliche Gebührenkalkulation umgelegt“, erläuterte Amtsleiter Manfred Aßmann. Damit könne man schon jetzt sagen, dass die Gebühren teurer werden. Er wies darauf hin, dass Selent keine Straßenausbaubeitragssatzung habe und damit keine Kosten für die direkten Anlieger entstünden.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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