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Eine Stadt voller Musik

Landesmeisterschaft in Plön Eine Stadt voller Musik

Eine Stadt voller Musik war Plön am Pfingstsonntag, als elf Musikzüge hier um Titel bei der Landesmeisterschaft der Spielmanns-Vereinigung Schleswig-Holstein (SVSH) wetteiferten. Vier Mal Gold und damit vier von sieben Landesmeistertiteln gingen an den Gastgeber, den Musikzug Plön.

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Eine Stadt voller Musik war Plön am Pfingstsonntag, als elf Musikzüge hier um Titel bei der Landesmeisterschaft der Spielmanns-Vereinigung Schleswig-Holstein (SVSH) wetteiferten.

Quelle: Orly Röhlk

Plön. Abends auf dem Markt vergab SVSH-Vorsitzender Kay Prieß mit dem Schirmherrn, Kreispräsident Peter Sönnichsen, und Bürgermeister Jens Paustian die Pokale.

Ein großes Organisationsteam um die Vorsitzende Astrid Röhr und Dirigent Maik Gess hatte den Tag vorbereitet. „Hat alles sehr gut geklappt, alles im Zeitplan“, befand Röhr am Ende eines langen Tages bei der Siegerehrung auf dem Marktplatz.   Das galt auch für die Mini Brasser unter Leitung von Laura Langer, die vormittags in der Aula ihr Wertungsspiel hatten und mit ihrer Interpretation von „The Lion sleeps tonight“ sowie „When I ruled the world“ eine Silbermedaille holten. Schon morgens zum Auftakt im Schiffsthal-Stadion, als Kay Prieß und Bürgervorsteher Dirk Krüger die Gäste begrüßten, hatten die jungen Musikzugmitglieder das Wort. Dort sprachen Lene Leitgeb und Alexander Resum eine Art Eidesformel, die in die Worte mündete: „Wir versprechen, die Entscheidung widerspruchslos anzunehmen“, und ließen keinen Zweifel daran, dass Spiel und Spaß im Vordergrund stehen sollten. Um den Nachwuchs braucht sich die Mini Brass Band des Musikzugs Plön nicht zu sorgen. Rokas Ohlf aus Eutin jedenfalls kann es kaum erwarten, bis er im Herbst sechs Jahre alt ist und in die Band aufgenommen wird. „Ich hab' zu Hause schon geübt“, verriet der Steppke und zählte auf: „Mit der Trommel, mit der Flöte, mit der Rassel und mit der Trompete“. Seine Zwillingsschwestern Milia und Guste sind zwar erst drei Jahre alt, bekommen aber vom großen Bruder schon alle (Kinder)-Instrumente in die Hand, erzählte Mama Vilma Ohlf. Über Ute und Wolfgang Kehl, Vorsitzender des Fördervereins, war die Verbindung zum Musikzug zustande gekommen. Und so dauerte es nicht lange, bis die Lütten Kontakt zu den Jüngsten Mini Brassern, den Sechsjährigen Celine Krohn (Trommlerin) und Lara-Marlyn Detlefsen (Bläserin) bekamen. Eine Früherziehungsgruppe für Kinder unter sechs Jahren sei in Planung, für die man eine Ausbilderin sucht. „Wir hätten im Musikzug gern noch mehr Bläser wie Posaune, Tuba und Querflöten, weil sonst die Drummer zu dominant werden und meist nur leise spielen dürfen“, erklärte Astrid Röhr mit Blick auf die Großen.

Viel Spaß hatten an dem Tag auch viele andere junge Musiker. Aus Kalübbe war das Music-Corps Klüver Sounds der Feuerwehr dabei. Unter Leitung von Bass-Drummer André Schnathmeier, der seit 1998 den Vorsitz hat und schon als Zehnjähriger einstieg, holten die Musiker eine Silbermedaille in der Klasse Blechbläser Senioren. Vor zwei Jahren habe sich die Band erstmals an der Landesmeisterschaft beteiligt und einen Bronzerang geholt, erzählte der 35-Jährige. 2005 hatte die 18-köpfige Brassband begonnen, das Repertoire der 1972 als Fanfarenzug gegründeten Formation komplett umzustellen. Heute spielen die Elf- bis 39-Jährigen Evergreens und aktuelle Hits und gingen mit „Demons“ und „Some Night“ in die Wertung. Wer im Music-Corps Kalübbe mitspielen möchte, muss zwar Mitglied der Wehr sein, aber nicht zwingend aktiv am Löschdienst teilnehmen. og

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Landesmeisterschaft in Plön
Foto: Die Gardeuniform des Plöner Musikzuges: ein dreifarbiger Blazer zu schwarzer Hose, Hut und Schuhen.

Humtata und schräge Töne: Wenn man an Spielmannszüge denkt, kommen sicher vielen solche Klischees in den Sinn. Dass diese Art von Musik aber viel mehr ist als langweilige Altherren-Marschmusik, beweist der Plöner Musikzug, der am Pfingstsonntag, 24.

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