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Sportvereine im Kreis Plön Zuschüsse für alle

Der Kreistag Plön vereinfacht und erweitert seine Sportförderung. Einstimmig verabschiedete das Gremium neue Richtlinien, die viele Vereine erstmals in den Genuss von Kreiszuschüssen kommen lassen.

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Die Sporthalle Kleinkühren wird seit 2013 saniert. Der Verein SG Kühren musste dabei ohne die Sportförderung des Kreises auskommen. Nach der Entscheidung des Kreistages kann er nun Mittel beantragen.

Quelle: Andrea Seliger

Plön. Die Gewährung eines Zuschusses hing seit Jahren unter anderem an der Bedingung, dass die Gemeinde, in der der Verein seinen Sitz hat, auch ausreichend hohe Gemeindesteuern verlangt. Die Höhe richtete sich nach dem Durchschnittswert in Schleswig-Holstein, den sogenannten Nivellierungssätzen für Grund- und Gewerbesteuern. Wenn eine Kommune darunter lag, gab es kein Geld für den Sportverein, obwohl der keinen Einfluss auf die Steuern hatte.

 Opfer dieser Regelung wurden im vergangenen Jahr fünf Clubs: Germania Ascheberg, Raisdorfer TSV, TSV Lepahn, Tennisclub Klausdorf und die SG Kühren gingen leer aus. Insgesamt sind es 18 Vereine im Kreis, die von vornherein chancenlos bei der Mittelvergabe waren. Dabei standen 2014 noch rund 80000 Euro im Kreishaushalt für die Sportförderung zur Verfügung, die nicht abgerufen wurden. Für 2015 ist das Missverhältnis noch krasser. 130000 Euro verbleiben letztendlich im Fördertopf und werden nicht ausbezahlt. Für die zwei Vereine, die Zuschüsse beantragt, aber unter die Steuerklausel fielen, wäre also noch genügend Geld übrig gewesen.

 Zukünftig gelten nur noch zwei Bedingungen für die Förderung. Der Kreis beteiligt sich an Bau- und Sanierungsprojekten, wenn die Kommune mindestens genau so viel Geld dazu gibt. Anträge von Vereinen mit einem hohen Anteil von Jugendarbeit erhalten bevorzugt Zuschüsse.

 Der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Sven Thode, nahm die Abstimmung mit Erleichterung auf. Er freue sich, dass der Kreistag seinen früheren Beschluss korrigiert habe, nachdem der Kreissportverband Gespräche mit den Fraktionen geführt habe. „Die Vereine waren ja nicht im Besitz der Finanzhoheit in der Gemeinde.“ Über die Jahre seien Sportclubs ausgeschlossen gewesen, die es „bitter nötig“ gehabt hätten, eine Förderung seitens des Kreises zu erhalten. Er wünscht diesen Vereinen nun den Mut, Projekte auch anzupacken. Die Frist für Förderanträge im Jahr 2016 endet am 30. Juni.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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