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Square Dance verbindet

Preetz: Student-Party Square Dance verbindet

Bunte Petticoats in üppigen Lagen aus Rüschen und Spitzen sind kein amerikanischer Traum, sondern gelebte Tradition bei norddeutschen Square Dancern. Am Sonnabend trafen sich rund 70 Tänzer von Hamburg bis Flensburg zu einer „Student-Party“ in der Preetzer Wilhelminenhalle.

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Bunte Petticoats wirbelten bei einer Square Dance Student-Party durch die Preetzer Wilhelminenhalle.

Quelle: Nadine Schättler

Preetz. Laut und lebendig geht es zu, wenn Caller Marco Becker die Tanzschritte ansagt. Dafür benutzt er einen Sprechgesang, der sich im Rhythmus einfacher Volkslieder bewegt. Auf der Tanzfläche drehen sich die Paare, wechseln den Partner und klatschen in die Hände. Frauen greifen nach ihrem Petticoat und schwenken üppige Rüschen locker im Takt.

 Die traditionelle Tanzkleidung ist bei den Square Dancern ein beliebtes Beiwerk, das auf Veranstaltungen wie der Preetzer Student-Party aus dem Koffer geholt wird. „Eigentlich könnte man denken, die Kleidung schrecke viele Neuzugänge ab, aber die meisten Mädels sind total scharf darauf, einen Petticoat zu tragen“, sagt Caller Peter Höfelmeyer von den Kieler Wheelern, der die Veranstaltung zusammen mit den Preetzer Squeezern organisiert hatte.

 Genau 68 Figuren lernen Neulinge im ersten Jahr ihrer Tanzkarriere, die sie auf den Partys vertiefen können. Erfahrene Square Dancer wie Anja Möller-Rahlf von den Preetzer Squeezern helfen dabei. „Am Anfang bin ich einfach stehen geblieben, wenn ich bei den Schritten raus war. Aber dann blieben alle anderen auch stehen, und ich habe schnell gemerkt, dass man einfach weiter gehen muss.“ Mittlerweile tanzt sie auf internationalen Square Dance-Veranstaltungen, etwa in Dänemark, Österreich oder Norwegen, und hat neue Freundschaften geschlossen. „Man lernt so viele Leute kennen. Das bringt einfach Riesenspaß.“

 Auch Harald Grywatz von den Squeezern und Höfelmeyer sind auf ausländischem Parkett unterwegs. „Einen meiner besten Freunde habe ich vor 20 Jahren auf einer internationalen Veranstaltung in Dänemark kennengelernt“, sagt Höfelmeyer. Square Dance sei nicht nur „ein lebendiger Tanzsport“ mit einer „genialen Idee“, sondern auch völkerverbindend. In den vergangenen Jahren habe sich die amerikanische Tradition daher noch mehr verbreiten können. Mittlerweile gibt es für norddeutsche Tänzer auch enge Verbindungen bis nach Russland oder China. nsc

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