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Turmspitze auf Reisen

St.-Servatius-Kirche Turmspitze auf Reisen

Die Selenter St.-Servatius-Kirche ist vorübergehend ohne Turmspitze. Kupferkuppel, Kreuz und Wetterfahne wurden am Mittwoch von einem Kranausleger aus rund 30 Meter Höhe vom Turm gehievt. Ein erster Check am Boden zeigte, dass die Vorsichtsmaßnahme der Kirchengemeinde Selent absolut notwendig war.

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Erster Check am Boden: Selents Pastor Timo von Somogyi-Erdödy (rechts) und Mario Zorn von den Bredeneeker Werkstätten Lange.

Quelle: Christoph Kuhl

Selent. Die eiserne Helmstange, an der die Konstruktion aus Kuppel, Kreuz und Fahne befestigt ist, ist teilweise durchgerostet. Diese würden laut Auskunft des Bredeneeker Kunstschmieds Kurt Lange auf jeden Fall verstärkt und erneuert. Auch das Kreuz und die Kupferkuppel aus dem Jahr 1910 sowie die noch von Dänen geschmiedete Wetterfahne in Form eines Meerungeheuers mit der Jahreszahl 1793 müssten laut Lange „ertüchtigt“ werden. Zudem ist der sogenannte Kaiserstiel an der Dachstuhlspitze der Kirche ebenfalls ein Sanierungsfall.

 „Wir wollten kein Risiko eingehen und haben uns deshalb für diesen aufwendigen Schritt entschieden“, so Selents Pastor Timo von Somogyi-Erdödy. Bei der vor knapp zehn Jahren erfolgten Erneuerung des Dachstuhls habe man die Kirchturmspitze aus Kostengründen zunächst nicht angepackt. Dass, wie an der Fargauer Kirche bei einem Sturm tatsächlich geschehen (wir berichteten), auch in Selent die Kirchturmspitze herunterfällt, wollte die Kirchengemeinde unbedingt vermeiden. Der zum Glück reine Sachschaden in Fargau habe die Verantwortlichen darin bestärkt, nun auch an der St.-Servatius-Kirche tätig zu werden, erklärte der Pastor. Ein besonderer Dank ging von ihm an den Baudienst Kiel, der mit einem 80-Tonner-Telekran anrückte, und die Firma Kodel in Preetz, die den Kirchturm zuvor ebenso schnell eingerüstet hatte.

 Für die Erneuerung der Kirchturmspitze unter der Regie des Kieler Architekturbüros Schwinghammer sind laut Timo von Somogyi-Erdödy 22 000 Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolge teilweise aus Mitteln der Selenter Helmut-und-Marianne-Behrens-Stiftung.

 Im Gegensatz zur Fargauer Kirche, die wegen des maroden Dachstuhls aus Sicherheitsgründen geschlossen bleibt, ist die Kirche in Selent für Gottesdienste, Konzerte und alle Amtshandlungen weiter geöffnet.

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