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Stadt verzichtet aufs Soldatenheim

Lütjenburg Stadt verzichtet aufs Soldatenheim

Die Stadt Lütjenburg verzichtet darauf, sich per Vorkaufsrecht das frühere Soldatenheim „Uns Huus“ zu sichern. Die Stadtvertretung lehnte am Mittwoch mit zwölf zu fünf Stimmen eine Übernahme der Immobilie ab. Nun darf der Hohwachter Hotelier Birger Rosenbrook das Haus endgültig sein Eigen nennen.

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Seit Jahren steht das Soldatenheim schon leer. Nun wird vom künftigen Besitzer ein neues Konzept vorbereitet.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Die Lütjenburger Vertreter diskutierten mit großem Ernst das Problem. Seit der Schließung des Soldatenheims vor drei Jahren fehlt der Stadt ein Saal für größere Veranstaltungen. Eine Reihe von Vereinen weicht deswegen schon auf andere Lokalitäten in der Nachbarschaft aus. Eckhard Voß (SPD) sprach aus, was alle zu dem Thema dachten: „Dass wir ein Versammlungshaus haben müssen, darüber sind wir uns alle einig.“ Seine Fraktion sprach sich aber letztlich gemeinsam mit den Grünen und einigen CDU-Vertretern gegen einen Erwerb des Soldatenheims aus. Der Grund: Das Vorkaufsrecht hätte die Stadt unter Zeitdruck gesetzt. Zum einen hätte sie in wenigen Tagen ihre Rechte anmelden müssen. Sie wäre zudem verpflichtet gewesen, schon 2017 mit der Planung und dem Bau zu beginnen. Sonst hätte sie ihr Vorkaufsrecht wieder verwirkt. Dabei konnte Bürgermeister Dirk Sohn in der Kürze der Zeit nur grob die Kosten für den Abriss des Soldatenheims (etwa 100000 Euro) und einen Neubau mit einem Saal mit 500 Plätzen (zwischen einer und 1,5 Millionen Euro) schätzen. Klaus Giesche (Grüne) fühlte eine Eile in der Debatte, die keinen ruhigen Gedanken zulasse.

 Nach ihrer Entscheidung haben die Stadtvertreter wieder genügend Zeit, sich mit Alternativstandorten für einen Versammlungsraum zu beschäftigen. Im Gespräch ist unter anderem eine Fläche auf dem Kasernengelände in der Nähe der geplanten Freizeitanlagen.

 Weiterhin bleibt die Stadt im Gespräch mit dem zukünftigen Besitzer des Soldatenheims, der für das Objekt im Dezember den Zuschlag bei einer Versteigerung erhalten hatte. Birger Rosenbrook bereitet derzeit ein Konzept für die Immobilie vor. Dabei möchte er nach den Worten von Bürgermeister Sohn auch auf die Wünsche der Stadtvertretung eingehen.

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