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Starkwind verkürzte Törn

Heikendorf Starkwind verkürzte Törn

Im Hafen von Möltenort liefen am Sonnabendnachmittag einige Traditionssegler des Kieler Museumshafenvereins ein. Die kleine Flotte war zuvor zu einem kurzen Törn auf der Innenförde gestartet.

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Mit dem kleinsten Boot, einem von ihm selbst nachgebauten französischen Fischerboot, hat Andreas Köpke, im Hafen von Möltenort festgemacht.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf/Kiel. Der starke Wind mit in Böen bis zu neun Windstärken hatte der Ausflugsfahrt fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Bis vor Laboe war es noch okay, aber weiter draußen wurde es dann nicht ganz ungefährlich“, berichtete Andreas Köpke vom Verein Kieler Museumshafen. Zusammen mit den Freunden und Förderern des Feuerschiffs „Læsø Rende“ vom Heikendorfer Yachtclub hatte Köpke das Traditionsseglertreffen organisiert. Angesichts des starken Windes hatten lediglich vier Boote rund um das drittälteste Feuerschiff der Welt von 1886 festgemacht. Auch diese Mini-Flotte war jedoch ein echter Blickfang zwischen all den modernen Kunststoffbooten im Möltenorter Hafen. Hinter jedem der aktuell 17 kleinen und größeren Traditionssegler des Kieler Museumshafenvereins steckt eine eigene Geschichte. Wer von den spontanen Gästen an Bord der Schiffe Interesse hatte, der konnte diese bei einem Pott Kaffee auf den gemütlichen alten Holzdecks erfahren.

 Die „Ella“ von Bootseigner Uwe Wittern zum Beispiel, eine nach dem Konstrukteur benannte 13 Meter lange Colin Archer, war einst in norwegischen Gewässern als Lotsenkutter oder Postboot unterwegs. Skipper Klaus Röske nahm mit seinem Rügenwalder Gaffelkutter „Sawa“ nach einem Kurztörn in der Kieler Innenförde („Bei dem starken Wind natürlich ohne Großsegel“) ebenfalls Kurs Heikendorfer Feuerschiff. An Deck seines Segelkutters fiel auch Laien die kettengetriebene Ruderanlage seines Segelschiffs aus dem Jahr 1923 auf. „Diese Anlage hat absoluten Seltenheitswert und ist noch völlig intakt“, so Röske. Ein paar Liegeplätze weiter hatte Andreas Köpke sein „Sternchen“ festgemacht. Der nur 4,50 Meter lange Nachbau eines französischen Fischerbootes ist das mit Abstand kleinste Boot des Museumshafenvereins.. Den maritimen Mini, mit dem er vom Germaniahafen nach Möltenort gesegelt war, hatte Köpke vor 13 Jahren auf seinem Hof in Schönkirchen selbst zusammengebaut. Vierter Traditionssegler war mit der „Seestern“, Baujahr 1874, das älteste Schiff des Möltenorter Treffens. Die Gaffelketsch des Vereins Kieler Jugendkutterprojekt war ursprünglich ein Dampfschlepper, der 1936 zum zweimastigen segelnden Fischereifahrzeug umgebaut wurde und bis Ende der 80er-Jahre im Einsatz war.

 „An Bord des Feuerschiffs ist sicher noch bis in die Nacht gute Laune bei handgemachter Musik angesagt“, so Andreas Köpke. Das ehrenamtliche Team an Bord der „Læsø Rende“ hatte schon zuvor tagsüber reichlich zu tun. Mit rund 40 Personen wurde von der deutsch-schwedischen Gesellschaft Kiel am Sonnabend der schwedische Nationalfeiertag an Deck gefeiert.

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