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Einsatz für die Teddy-Truppe

Stolpe Einsatz für die Teddy-Truppe

Die Feuerwehren Stolpe und Depenau sind auf einen Schlag um 22 „Kameraden“ reicher. Am Wochenende konnten die Wehrführer Carsten Petersen und Tjark Henningsen je elf Notfall-Seelsorge-Bären verpflichten. Die Teddy-Truppe in Feuerwehruniform soll künftig Kindern helfen, eine psychisch belastende Situation besser zu überstehen und zu verarbeiten.

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Pastorin Ulrike Jenett überreichte den Wehrführern Tjark Henningsen (Depenau, links) und Carsten Petersen (Stolpe) insgesamt 22 Teddybären.

Quelle: Dirk Schneider

Stolpe. Die Idee für die Aktion hatte Pastorin Ulrike Jenett. „Dass bei einem Brand mehr kaputt geht als nur das, was in Flammen aufgeht, wissen wir alle“, betonte die Seelsorgerin. Gerade Kinder würden in solchen Situationen besonders leiden. „Jeder weiß, wie schnell man schon bei wenigen Tropfen Blut in Panik geraten kann“, so die Pastorin. Da könne ein Bär helfen, die betroffenen Opfer aus der Erstarrung zu holen. „Das kann ein kleiner Verletzter bei einem Unfall sein, ein Kind, das ins Krankenhaus transportiert werden oder den Brand des eigenen Zuhauses mit ansehen muss“, so Ulrike Jenett. Finanziert wurden die uniformierten Stoffbären aus dem Erlös und der Kollekte des Gottesdienstes „Feuer und Flamme“, den die Pastorin im Rahmen des Stolper Dorffestes vor drei Wochen gefeiert hat.

 „Für uns als Feuerwehrleute ist es im hektischen und stressigen Einsatz mitunter nicht ganz einfach, den richtigen Zugang zu den Kindern zu finden“, erklärte Carsten Petersen. Aus Sicht eines aufgeregten und vielleicht sogar geschockten Kindes, könnte ein Feuerwehrmann in voller Schutzmontur mit Maske und Atemschutzgerät schon sehr bedrohlich wirken, so Petersen. Genau hier soll der kleine Notfall-Seelsorge-Bär eingesetzt werden, das Eis zu brechen, damit die kleinen Hilfesuchenden und -bedürftigen nicht unbeachtet am Rand stünden.

 Mit dieser Maßnahme würde die notfallseelsorgerische Betreuung, die auch in den Reihen der Feuerwehr immer mehr an Bedeutung gewinne, abgerundet, betonten die beiden Wehrführer. Vor allem die steigende Zahl der technischen Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen auf der neu ausgebauten A21 und in den Baustellenbereichen der B404 mache dies notwendig. „Wir rechnen damit, dass sich die Zahl der Einsätze in diesem Jahr verdoppeln wird“, schätzt Carstens. Unmittelbar nach der Verpflichtung der bärigen Helfer musste die Wehr tatsächlich ausrücken. Ein älterer Fahrer hatte im Übergangsbereich von der Autobahn zur Bundesstraße die Kontrolle über seinen Kleinwagen verloren und einige Baustellenbaken abgeräumt. Da der Unfall glücklicherweise recht glimpflich verlief und keine Kinder betroffen waren, kamen die Teddys vollzählig wieder zurück.

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