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Grünes Licht für Hundewald

Stolpe Grünes Licht für Hundewald

Seit Mailo in Hundewäldern wie Trappenkamp oder Scharbeutz ohne Leine herumtoben darf, sei der Schäferhund-Rottweiler-Mischling wie ausgewechselt, erzählen Frauke und Jürgen Ziehmer. Die Stolper Hundebesitzer wollen jetzt vor Ort einen Hundewald anlegen, eine Fläche ist ins Auge gefasst.

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Frauke und Jürgen Ziehmer hoffen, erstmals im Herbst mit Hund Mailo durch einen Stolper Hundewald zu laufen.

Quelle: Sven Tietgen

Stolpe. Die Gemeindevertretung gab bereits grünes Licht für das Vorhaben.

Frauke und Jürgen Ziehmer haben sich das Gehölzstück zwischen Autobahn und Wankendorfer Straße ausgeguckt, das zu beiden Seiten von den A21-Brücken Dorfstraße und Wittmaaßen eingerahmt wird. Das Areal umfasst rund 10000 Quadratmeter und gehört der Gemeinde. Bislang wird der Miniwald nur als Brennholzlieferant genutzt, Spazierwege gibt es dort nicht. Für die Umwandlung in einen Hundewald müsste das Areal eingezäunt und das Unterholz in Teilen gerodet werden. „Die Fläche wäre ideal für die Hundehalter aus dem Raum Stolpe und Wankendorf, wir müssten dann nicht mehr nach Trappenkamp oder zu anderen Hundewald-Orten fahren“, erklärt das Ehepaar.

Mit ihrer Idee stehen die Ziehmers nicht allein dar: Zu einer Infoveranstaltung kamen knapp 20 Hundefreunde, eine Interessengemeinschaft wurde gegründet. Mit der Einrichtung eines Hundewalds sieht Jürgen Ziehmer nur Vorteile für Stolpe. In dem Gehölz können sich die 140 im Dorf registrierten Hunde unangeleint und damit stressfrei begegnen, zudem würde deutlich weniger Hundekot die Bürgersteige verschmutzen. Lärmprobleme sieht der frühere SPD-Gemeindevertreter nicht: „Im Hundewald Trappenkamp hört man fast gar nichts, nur ganz vereinzelt mal ein Bellen.“ Die Gemeindevertreter konnten sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit dem Projekt anfreunden. „Wir stehen dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber“, betonte Bürgermeister Holger Bajorat (CDU). Die Gemeinde will jetzt Genehmigungsfragen abklopfen und die Anlieger aus dem benachbarten Neubaugebiet „Im Grund“ befragen. Dem Vorschlag, die Hundehalter sollten sich aus versicherungstechnischen Gründen einem Verein anschließen, kann Jürgen Ziehmer allerdings nicht viel abgewinnen: „Eigentlich ist kein Verein nötig, die Hundehaftpflicht reicht aus unserer Sicht aus.“

Für den Bau eines Zauns spendiert die Gemeinde 500 Euro, ein örtliches Bestattungsunternehmen hat eine Spende zugesagt. Jetzt hoffen die organisierten Hundehalter auf weitere Sponsoren für die bis zu 1000 Meter lange Einfriedung. Jürgen Ziehmer peilt den Herbst als Eröffnung des Hundewalds an. „Es wäre auch ein Signal für andere Gemeinden, über die Einrichtung eines Hundeswalds nachzudenken“, sagte der 61-jährige Stolper.

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