14 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Viel Lärm um Hundewald-Idee

Stolpe Viel Lärm um Hundewald-Idee

Beim Thema Hundewald kochten in der Sitzung der Stolper Gemeindevertreter die Emotionen hoch. Aufgebracht warfen die Befürworter um Initiator Jürgen Ziehmer den Ortspolitikern eine Verschleppungstaktik vor, die Gemeindevertreter lehnten dagegen ein Hauruck-Verfahren ab.

Voriger Artikel
Preetz will behindertengerechter werden
Nächster Artikel
Verstecktes Paradies hinter dem Zaun

Jürgen Ziehmer (rechts) möchte weiterhin das Wäldchen gegenüber der Siedlung Im Grund als Hundewaldfläche nutzen.

Quelle: Sven Tietgen

Stolpe. Knackpunkt der Diskussion mit 20 Zuhörern war die Forderung nach einer organisierten Vertretung der Hundewaldfans. Bislang streben die Hundehalter als Interessengemeinschaft ohne Vereinsstatus an, den Wald zwischen Autobahn 21 und Wankendorfer Straße zum Hundewald nach Trappenkamper Vorbild einzurichten. Das zu beiden Seiten von den A21-Brücken Dorfstraße und Wittmaaßen eingerahmte Gehölz umfasst rund 10000 Quadratmeter und gehört der Gemeinde. In den Frühjahrssitzungen der Gremien wurde das Vorhaben, wie berichtet, grundsätzlich befürwortet. Anwohner wie Daniel Murawski, selbst Hundebesitzer, befürchten aber zu viele Parker in der Siedlung Im Grund. „Ich finde die Sache toll, aber bei uns ist es jetzt schon recht eng“, meinte Murawski in der Gemeindevertretersitzung am Dienstag.

Jürgen Ziehmer verstand daraufhin auch wegen kritischen Stimmen zu möglichem Hundelärm die Welt nicht mehr. „Was sollen das für Emissionen sein, kommt doch mal runter. Wir würden die ganze Arbeit mit dem Einzäunen machen, aber die Gemeindevertretung laviert nur herum. Mir platzt der Kragen“, schimpfte der frühere Gemeindevertreter. Bruno Wunsch (CDU) sprach dagegen von berechtigten Interessen der Anlieger. Sein Fraktionskollege Volker Lindemuth forderte wie Theresia Künstler (Grüne) und Otto Meyer von der Wählergemeinschaft Stolpe-Depenau die Hundewaldakteure auf, sich verbindlich zu organisieren. „Die Haftungsfrage ist offen, was passiert nach fünf oder zehn Jahren, was ist dann mit dem Zaun, wir sind dann verantwortlich“, sagte Meyer.

Alternativen wie die Obststreuwiese nahe des Friedhofs oder das Wäldchen am Reitplatz lehnte die Interessengemeinschaft ab. Volker Lindemuth räumte ein, dass aus der favorisierten Hundewaldfläche wohl nicht den ganzen Tag Lärm herausdringen würde. „Aber es bleibt dabei, ihr müsst Verantwortung übernehmen“, forderte der Christdemokrat. Den Weg zu einem Kompromiss zeigte Bruno Wunsch auf: Die Gruppe könnte einen nicht rechtsfähigen Verein ohne Registereintrag gründen. Jürgen Ziehmer zeigte sich bereit, eine passende Organisationsform auf die Beine zu stellen. Die Kontrahenten kamen überein, ein weiteres Treffen anzuberaumen. „Da wäre auch eine Eilentscheidung möglich“, sagte Bürgermeister Holger Bajorat (CDU).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3