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Wasserspektakel mit Kampfliedern

Stolpe Wasserspektakel mit Kampfliedern

Zwölf Kanuten sitzen im gleichen Boot, paddeln volle Kraft voraus und kommen doch kaum von der Stelle. Der Grund: Zwei Crews aus jeweils sechs Wassersportlern arbeiten gegeneinander, um das Drachenboot vollständig über eine Torlinie zu schieben.

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Dudelsack-Spieler Jürgen Turkowski stimmte die Besucher auf die Wasserschlacht im Drachenboot ein.

Quelle: Dirk Schneider

Stolpe. Diese etwas andere Art des Tauziehens war die sportliche Attraktion bei dem Seefest, dass der Angelverein Stolpe am Sonnabend zum 12. Mal ausrichtete. Anlässlich der 700 Jahrfeier hatten sich die Petrijünger die Stolper Highlander zur Verstärkung geholt, die das unterhaltsame Wasserspektakel organisierten.

Bild: 	Tauziehen mal anders. Die sich gegenüber sitzenden Paddler – hier das Team Stolpe Highlander und die Crew im Grund – versuchen volle Kraft voraus das Drachenboot über die Torlinie zu schieben.

Tauziehen mal anders: Die sich gegenüber sitzenden Paddler – hier das Team Stolpe Highlander und die Crew im Grund – versuchen volle Kraft voraus das Drachenboot über die Torlinie zu schieben.

Quelle: Dirk Schneider

Diese Form des Wettkampfs berge mehrere Vorteile, erklärt der „Highlander“ Bodo Stark. „Es können auch kleinere Teams an den Start gehen.“ Statt 16 bis 20 brauche man nur sechs Besatzungsmitglieder für ein Rennen. Zudem komme man mit einem Boot aus und die Festbesucher hätten das nasse Treiben aus nächster Nähe gut im Blick. Und so versammelten sich tatsächlich hunderte von Schaulustigen in der Bucht an der Depenauer Mühle, um die Wettkämpfer anzufeuern. Die Ausrichter setzten dabei nicht nur auf Kriegsbemalung und doppelten Schottenrock. So wurden die blau-weiß geschminkten Highlander im roten Kilt von Dudelsackspieler Jürgen Turkowski lautstark in die Wasserschlacht geschickt. Neben Scotland the brave und anderen keltischen Kampfliedern intonierte er auch deutsche Volksmusik wie muss i’ denn zum Städtele hinaus, wenn beispielsweise die Angelboote mit Besuchern zur „lustigen Seefahrt“ ausliefen.

Der Angelverein selbst hatte als Beitrag zum Gemeindejubiläum viel frischen Fisch in dem selbst bewirtschafteten Stolper See gefangen. „Vor allem die wahlweise geräucherten oder geflammten Edelmaränen erfreuen sich größter Beliebtheit“, stellte der Vereinsvorsitzende Peter Gohlke fest. „Hinzu kommen Lachscarpaccio und Fisch-Gyros, deren Rezepte wir selbst kreiert haben.“ Und die etwa 50 Aale, die man in diesem Jahr anbieten konnte, seien binnen 20 Minuten ausverkauft gewesen. Aktuell zähle der Angelverein, der das 140 Hektar große Gewässer gepachtet habe, rund 220 Mitglieder. Als damit wohl größte Gruppierung der Gemeinde habe man das ursprüngliche Vereins- und Kinderfest im Laufe der Jahre mit Spiel und Spaß immer weiterentwickelt, so Gohlke. Dazu zähle auch, dass man am Abend ein buntes Tanzvergnügen ausrichte.

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Dirk Schneider

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