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Zelle zum Schmökern

Stoltenberg Zelle zum Schmökern

Es war einmal eine Telefonzelle in Stoltenberg, dann entstand die Idee einer „Lesezelle“. Jetzt erhielt die kleinste Bücherei der Probstei den Namen „Bücherstübchen“.

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Andrang in der Mini-Bücherei. Von links: Bürgermeister Lutz Schlünsen, Ursula Held und Peter Morgenstern.

Quelle: Thomas Christiansen

Stoltenberg. Fast 50 Einwohner der Gemeinde Stoltenberg am Passader See kamen am Sonnabend, und viele brachten Bücher mit. Einen Krimi des dänischen Bestseller-Autoren Jussi Adler-Olsen und einen Science-Fiction-Roman legte Heinz-Otto Schoel in die Regale: „Hoffentlich wird das Projekt gut angenommen.“ Da ist sich Ursula Held, die einen englischen Krimi, einen Frauenroman und ein Geo-Magazin dabei hatte, ganz sicher: „Stoltenberg ist ein lesefreudiges Dorf.“

 Carolin Gisiger und Wolfgang Hochschild hatten die Idee, die bei ihren Kollegen in der Gemeindevertretung auf Zustimmung stieß. Wolfgang und Rica Hochschild erklärten sich bereit, die ehemalige Telefonzelle aus Berlin auf ihrem Grundstück in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses aufzustellen. Unterstützt von Kindern bemalten Carolin Gisiger, Rica Hochschild und Nina Köhler die Zelle mit Motiven des spanischen Malers Joan Miró.

 „Kinder wissen gar nicht mehr, was eine Telefonzelle ist“, sagte Bürgermeister Lutz Schlünsen bei der Eröffnung. Der Standort sei günstig, weil die Fläche hinter dem Dorfgemeinschaftshaus ein Kommunikationsplatz sei. Fehlte nur noch ein Name: Gneomar von Natzmer baute und stiftete eine Holzbank, auf der „Lesen ist Kino im Kopf“ steht. An der Seite der Zelle stand „Böker – rin&ru“, vorn prangte noch ein Fragezeichen. Am Ende erhielt „Bücherstübchen“ knapp vor Schmöker Eck die meisten Stimmen.

 Inzwischen waren die Regale gut gefüllt. Schlünsen hatte auch Prominente um Spenden gebeten. So kam etwa von Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer „Kraba“ von Otfried Preußler, von Landrätin Stephanie Ladwig „Die Erbin“ von John Grisham und von dem am Schönberger Strand wohnenden Klimaforscher Mojib Latif sein Buch „Warum der Eisbär einen Kühlschrank braucht“.

 Eingeladen hatte Schlünsen auch seine Amtskollegin Heike Mews aus Brodersdorf, wo ein ähnliches Projekt geplant ist. „So gefällt mir das gut“, sagte sie. Schlünsen betonte, dass auch Touristen Bücher bringen und mitnehmen dürfen. Als erstes Buch hatte er die Dorfchronik eingestellt – die hat sich die Neu-Stoltenbergerin Anja Karsten mitgenommen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
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