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Das Wacken der Auto-Cross-Fans

Stoppelfeldrennen Tröndel Das Wacken der Auto-Cross-Fans

Hunderte Besucher schliddern und rutschen den Jägersberg hinauf. An den besten Zuschauerplätzen zwischen Fahrerlager, Würstchenbude und Rennstrecke versinken die Motorsportfreunde knöcheltief im Matsch. Was Wacken für die Heavy-Metall-Szene bedeutet, das scheint Tröndel für die Auto-Cross-Fans zu sein. Das Stoppelfeldrennen, das die Landwirte Ewald Schöning und Christian Röschmann seit 2002 fast alljährlich ausrichten, war ein Härtetest für Mensch und Material in allen Bereichen.

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Die tollkühnen Kerle in tief fliegenden Kisten lieferten sich spritzige Duelle auf dem matschigen Rundkurs am Jägersberg.

Quelle: Dirk Schneider

Tröndel. Auf dem 660 Meter langem Rundkurs, den die Streckenbauer mit zwei langen Geraden bergauf und bergab, sechs Kurven und zwei Schikanen angelegt hatten, lieferten sich die 60 Teilnehmer in sechs Wertungsklassen regelrechte Schlammschlachten um den Sieg und gute Platzierungen. Dabei musste das Organisationsteam in letzter Minute noch echte Schwerstarbeit leisten, um das Stoppelfeld einigermaßen befahrbar zu machen. „Der Boden ist ohnehin schon sehr nass. Der Starkregen kurz vor Rennbeginn hat den Kurs so aufgeweicht, dass wir in einigen Bereichen die oberste Schlammschicht mit Baggern beiseite schieben mussten“, beschrieb Röschmann die Problematik. Aus diesem Grund habe man den ersten Start um fast zwei Stunden verschieben müssen.

 Und im Gegensatz zu normalen Renntagen wurden zunächst die leistungsstärksten Fahrzeuge mit Allradantrieb auf die Runde geschickt. „Wir wollten testen, ob überhaupt Autos durchkommen“, so Röschmann. Zudem würden die größeren Autos die Bahn trocken fahren und das lose Material zumindest aus der Ideallinie herausschleudern.

 Zu diesen „Pionieren“ zählten Harald und Marcel Schönhof aus Fiefbergen mit ihren BMW-325xi-Boliden, die im Normalfall rund 200 Pferdestärken auf die Piste bringen. Das Gros der Leistung verpuffte in durchdrehenden Rädern und Schlammfontänen. „Man rutscht wie auf Glatteis“, beschrieb Marcel Schönhoff seine ersten Eindrücke. „Und wenn man etwas zu weit aus der Spur driftet, steckt das Auto plötzlich wie in einem Sumpf fest. Da geht dann fast nichts mehr“, berichtete Schönhoff junior aus eigener Erfahrung. „In den langsamen Kurven und bergauf sollte man bei diesen Bedingungen auf Zweikämpfe verzichten“, erklärte Harald Schönhoff. „Für Überholmanöver eignen sich am besten die lange Gerade bergab und vor allem die Fehler der anderen.“ Mit dieser Taktik fuhr er in seinen Rennen in fünf Runden vom letzten bis auf den ersten Platz vor.

 Beim Start kurz vor 20 Uhr zum sogenannten Schrauberlauf – hier dürfen die Mechaniker und Angehörige der „Rennställe“ ein paar Runden drehen – herrschten beste Bedingungen. Auch für die Fachsimpeleien beim abschließenden Konzert auf der nicht mehr ganz so grünen Wiese, was dann auch irgendwie an Wacken erinnerte.

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