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Strandbereich erhält neues Gesicht

Mönkeberg Strandbereich erhält neues Gesicht

Das Ortsbild an der Mönkeberger Wasserseite wird sich im Strandbereich in den nächsten Jahren gravierend verändern. Der Bauausschuss gab nach nochmaliger Beratung jetzt grünes Licht für ein privates Wohnungsbauprojekt auf dem Grundstück des früheren China-Restaurants Dynastie.

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Das frühere China-Restaurant Dynastie am Mönkeberger Fördewanderweg wird noch in diesem Jahr einem privaten Wohnungsbauprojekt weichen.

Quelle: Christoph Kuhl

Mönkeberg. In dem vor einiger Zeit geschlossenen Restaurantgebäude wohnen derzeit hauptsächlich Flüchtlingsfamilien. Für diese bis Ende April laufende vorübergehende Unterbringung hat die Juliusturm Immobilien GmbH als Neueigentümerin des Eckgrundstücks am Fördewanderweg/Ernestinenweg eine Vereinbarung mit dem Amt Schrevenborn getroffen. Im Moment geht man bei der Juliusturm GmbH nach Auskunft von Jasmin Dahmke davon aus, im Sommer mit dem Abriss des alten Gebäudebestands beginnen zu können. Im Anschluss daran wird ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten entstehen. Die von Gemeindeseite vorgegebenen Eckwerte für den Neubau in bester Fördelage sind im Bebauungsplan 18 festgelegt.

 Nach mehreren Abstimmungsgesprächen mit dem Investor hat man sich beispielsweise auf eine terrassenförmige Bauweise verständigt, da Mönkebergs Kommunalpolitikern der geplante Neubau am Sportboothafen anfangs zu wuchtig war. Die elf Wohnungen verteilen sich auf drei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Nach ausführlicher Beratung sprach man sich im Bauausschuss letztlich dafür aus, den direkt neben dem Neubau verlaufenden Fördewanderweg nicht durch einen Zaun oder eine Hecke abgrenzen zu lassen. Das soll, so der Wunsch, zumindest zu einer optischen Verbreiterung des an dieser Stelle etwas engen Ostufer-Spazierwegs führen.

 In einer B-Plan-Ergänzung ist jetzt außerdem die angrenzende Waldfläche am Ernestinenweg zur dauerhaften Sicherung als „grüne Kulisse“ festgeschrieben worden. Hintergrund: Der kleine in den 1950er-Jahren aufgeforstete Schulwald ist seit einigen Jahren in Privatbesitz (Voreigentümerin war die Stadt Kiel). Alle Versuche des neuen Eigentümers, der Agge Bau- und Immobilien GmbH aus Fockbeck, Wohnbauflächen auf dem Waldgrundstück auszuweisen scheiterten am einstimmigen Veto der drei Fraktionen in der Gemeindevertretung.

 Auch die Pläne für den Gastronomie-Neubau am Fähranleger laufen weiter. Damit Mönkeberger und Gäste nach dem Wegfall des China-Restaurants auch in Zukunft nicht auf ein gastronomisches Angebot am Strand verzichten müssen, soll anstelle des jetzigen Kiosks ein neuer Restaurantbetrieb auf dem gemeindeeigenen Strandgrundstück entstehen. Dieses Vorhaben ist in der geplanten Größe auf einer Grundfläche von rund 400 Quadratmetern mit zusätzlicher Außenterrasse unter Anwohnern der direkt angrenzenden Förderesidenz, wie berichtet, äußerst umstritten. Da die finanzschwache Gemeinde Mönkeberg das Projekt nicht selbst realisieren kann, wird es ein Investor umsetzen.

 Das Entgegenkommen von Gemeindeseite ist nach mehrfacher Nacharbeitung bei der Planung nun aber offenbar ausgereizt. Im Bauausschuss lehnten CDU, SPD und UWG die Forderung nach noch mehr Pkw-Stellplätzen ab. Die 20 der künftigen Strandgastronomie zugeordneten Plätze (dazu gibt es weitere 40 öffentliche Parkplätze) hält der Kieler Planer Guntram Blank bei jeweils 50 Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich für vollkommen ausreichend. Der Investor hatte 46 Stellplätze gefordert.

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