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Anlieger muss 189 000 Euro zahlen

Straßenbau in Lütjenburg Anlieger muss 189 000 Euro zahlen

Dieser Beitrag für den Straßenausbau ist rekordverdächtig. Die Stadt Lütjenburg darf von einem Landwirt im Nienthal 189000 Euro verlangen. Das hat das Schleswiger Verwaltungsgericht in einem Urteil festgestellt. Ursprünglich sollte der Mann sogar 220000 Euro für die neue Straße zahlen.

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Die kleine Straße im Nienthal wird für einen Anlieger sehr teuer.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. 2011 ließ die Stadt Lütjenburg die etwa einen Kilometer lange Strecke ausbauen. Die Straße zweigt von der Landesstraße ab und führt an der Turmhügelburg vorbei zum Eiszeitmuseum und dem Haus des Mannes am Ende der Straße. Sein Pech: Seine Felder liegen links und rechts des Weges. Die Stadt legte 75 Prozent der rund 615 000 Euro Baukosten auf die insgesamt sechs Anlieger um. Der Landwirt als größter Landbesitzer vor Ort zahlt nun den Löwenanteil – zu Recht, wie das Verwaltungsgericht in Schleswig urteilte.

Grundeigentümer spricht von "Katastrophe"

Die Straßenausbaubeiträge seien für ihn eine „Katastrophe“, so der vor dem Verwaltungsgericht unterlegene Mann. Zusammen mit Gerichts- und Anwaltskosten plus Zinsen für ein Darlehen, dass er aufnehmen musste, schätzt er seine Kosten auf insgesamt rund 260 000 Euro. Er wolle sich nun mit seinem Anwalt über das weitere Vorgehen beraten.

Beitrag hätte noch höher ausfallen können

Dabei hatte der Lütjenburger sogar noch Glück. Die Richterin in Schleswig rechnete aus der Ursprungsforderung der Stadt noch die Kosten für die Straßenlaternen und ein Stromkabel heraus. Diese sind nicht umlagefähig. Die Verwaltungsrichterin zeigte in der mündlichen Verhandlung ihr „größtes Unbehagen“ angesichts der geforderten Summe.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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