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Suckow’s gibt auf

Probsteierhagen Suckow’s gibt auf

Suckow’s Gasthof schließt zum Jahresende. Das bestätigten am Donnerstagabend die Inhaber. „Wir haben keinen Nachfolger“, nennt Thomas Kuhn als Hauptgrund für die Aufgabe des Betriebs, den er mit seiner Frau Marion in fünfter Generation führt.

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Suckow’s Gasthof schließt zum Jahresende. Die Inhaber planen, die Räumlichkeiten zu Mietwohnungen umzubauen.

Quelle: Thomas Christiansen

Probsteierhagen. Offiziell werden die beiden die Schließung erst in der nächsten Ausgabe der Ortsnachrichten verkünden. Gerüchte über das bevorstehende Ende des Gasthofs machten im Dorf aber schon seit einiger Zeit die Runde. „Seit einem Jahr reden wir darüber“, bestätigt Thomas Kuhn. Keiner der Söhne habe Interesse gezeigt, den Betrieb zu übernehmen, bedauert er. Als klar wurde, dass auch der jüngste Sohn den Betrieb nicht führen will, sei die endgültige Entscheidung getroffen worden, die ihnen nicht leicht gefallen sei. „Wir müssten investieren, die Küche ist jetzt 40 Jahre alt“, sagt Kuhn. Das lohne aber nicht mehr, wenn kein Nachfolger in Sicht sei.

 Das Gebäude im Ortszentrum an der Alten Dorfstraße wurde 1768 als Bäckerei erbaut, 1868 durch Friedrich Suckow erworben und zur Gastwirtschaft umgebaut. Der Gasthof ist seit fünf Generationen in der Familie und wird jetzt von Thomas und Marion Kuhn geführt. Thomas Kuhn ist der Sohn von Günter und Christa Kuhn, geborene Suckow. Die fehlende Nachfolge sei zwar der entscheidende Grund für die Betriebsaufgabe, Thomas und Marion Kuhn nennen aber auch noch andere Gründe. „Es wird immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden.“ Auch der Wegfall der Parkplätze gegenüber vom Gasthof (wie berichtet, wurde das Gebäude der Probsteer Blomendeel abgerissen und soll durch eine Wohnbebauung ersetzt werden) sei ein großes Problem: „Fremde fahren jetzt an uns vorbei.“ Außerdem würden zwar die Veranstaltungen (heute Abend ist ab 21 Uhr „Ü31-Party“) immer gut laufen, aber „das Tägliche ist schwierig“, erzählt der Inhaber. „Mittagstisch lohnt hier auch nicht“, meint er.

 Die Räume von Suckow’s Gasthof sollen nun zu Wohnungen umgebaut werden, die die Kuhns vermieten wollen. Der große Saal (in dem Platz für bis zu 120 Personen ist) und die Küche sollen aber zunächst bleiben, sagt Kuhn. Bis Ende Dezember läuft der Betrieb normal weiter, betont er: „Alle Weihnachtsfeiern finden noch statt.“

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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