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Neuer Kran für Ortsverband

THW Plön Neuer Kran für Ortsverband

Die 20 Aktiven des Technischen Hilfswerk in Plön (THW) haben ihren Fuhrpark modernisiert: Ein Kranwagen, dessen Arm am Wochenende 19 Meter hoch über dem THW-Gelände im Behler Weg ragte, ersetzt einen Oldtimer, der aus Bundeswehrbeständen stammte und den Ansprüchen an zeitgemäße Hilfe nicht mehr genügte.

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Unübersehbare Neuanschaffung: Das Technische Hilfswerk in Plön stellte am Wochenende einen neuen Kranwagen offiziell in Dienst, dessen Arm 19 Meter hoch ausgefahren werden kann.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Reinhard Jagusch, der stellvertretende Ortsbeauftragte des Plöner THW-Ortsverbands, verdeutlichte die Spannbreite der Einsätze für die rund 20 Aktiven: So habe man beim G7-Gipfel in Lübeck geholfen, mehrere Tonnen verendeter Fische aus dem Trammer See geborgen und sich an der Herrichtung der Flüchtlingsunterkunft in Lütjenburg beteiligt. Jagusch erneuerte das Angebot an die Plöner Feuerwehr, bei Einsätzen, die spezielles Gerät erfordern, nicht zu zögern, die THW-Helfer mit einzuspannen.

 Bei einem weiteren Einsatz, der Sicherung einer Lkw-Ladung, kam Kreispräsident Peter Sönnichsen (unfreiwillig) in Kontakt mit dem THW. Als bei Wankendorf der Generator einer Windkraftanlage von einem verunglückten Lkw zu rutschen drohte, halfen die Plöner – und Sönnichsen stand mitten im Stau, weil die Straße für die Sicherungsarbeiten gesperrt war. In seinem Grußwort wertete er das als öffentlichkeitswirksamen Auftritt und verband das mit dem Lob, dass das THW seine Arbeit nicht im Verborgenen erledige.

 Die Bundestagsabgeordneten Birgit Malecha-Nissen (SPD) und Philipp Murmann (CDU) lobten die Arbeit des THW für das Gemeinwohl – die Bundesregierung unterstütze diese Arbeit gerne mit finanziellen Mitteln. Murmann, gelernter Maschinenbauer, ermunterte Jugendliche, sich dem THW anzuschließen. Das sei eine gute Gelegenheit, sich mit komplexer Technik auseinanderzusetzen. Kreiswehrführer Manfred Stender hatte ein offenes Ohr für die Bitte des THW für mehr Kooperation: Der Chef der rund 3200 aktiven Feuerwehrleute im Kreis Plön kündigte für den 16. Juli eine groß angelegte Katastrophenschutzübung für den Kreis Plön an, in die die THW-Helfer eingebunden würden.

 Michael Labonte, THW-Geschäftsführer aus Lübeck, schaute ein wenig sorgenvoll in die Zukunft: Halle und Grundstück hielten mit der positiven Entwicklung des Plöner Ortsverbands nicht mit – beide seien zu klein. Das neue Fahrzeug müsse daher vorerst in einem Carport untergebracht werden.

 Die neue Errungenschaft des THW hat rund 300 000 Euro gekostet, hört auf den (Funkruf-) Namen „Heros Plön 37/46“, hat 428 PS (315 Kilowatt), wiegt 18 Tonnen, bietet in der Fahrerkabine Platz für bis zu sechs Personen und kann Lasten bis zu einem Gewicht von acht Tonnen heben. Das allerdings nur bei nicht ausgefahrenem Arm. Bei voll ausgefahrenen 19 Metern Länge können immer noch 800 Kilogramm bewegt werden, was für den Haupteinsatzzweck ausreichen sollte: In erster Linie werden die THW-Motorboote, die zu Pontons verbunden werden können, damit zu Wasser gelassen, wenn man mit den Trailern nicht direkt ans Ufer gelangen kann.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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