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Neuer Vorstand gewählt

TSV Germania Ascheberg Neuer Vorstand gewählt

Der TSV Germania Ascheberg startet durch: Ein komplett neuer Vorstand will die Probleme anpacken und den Verein aus der Krise führen. 17 der 33 Stimmberechtigten entlasteten den alten Vorstand für 2014 in einer zweiten außerordentlichen Mitgliederversammlung.

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Der neue Vorstand des TSV Germania schaut gemeinsam nach vorne:(von links) Zweiter Vorsitzender Roland Riedel, Vorsitzender Frank Pieters, stellvertretender Kassenwart Klaus Bonath, Pressewart Klaus-Dieter Sacht, stellvertretender Fußballobmann Patrick Forberger, Schriftwart Volker Harder, Kassenwart Ortwin Riedel und Fußballobmann Thomas Frenz.

Quelle: Orly Röhlk

Ascheberg. „Wir werden es mit Sicherheit nicht allen recht machen können, aber wir müssen Schulter an Schulter nach vorne blicken“. Das erklärte der neue Vorsitzende Frank Pieters am Ende einer Diskussion über den stagnierenden Umbau des Sportlerheims, die desolate Finanzlage, den Mitgliederschwund von 750 auf rund 550 und über die vermeintlichen Versäumnisse des alten Vorstands.

 Der bisherige Vorsitzende, Wolfgang Schnack, und Kassenwartin Renate Schmidt, die aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, standen Rede und Antwort. Etwa 55 000 Euro werden bis zur Fertigstellung des Sportlerheims noch benötigt. Die Mitgliedsbeiträge fließen aktuell fast komplett in die Bezahlung der Übungsleiter. Aus der Versammlung kam Kritik wegen fehlender Belege und belastbarer Zahlen. Vorschlagen wurde eine geordneten Insolvenz, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Dies wurde jedoch verworfen, da der Verein keine Schulden habe. Die Baumaßnahme abzubrechen sei auch keine Lösung, da man Zuschüsse zurückzahlen und den Rückbau finanzieren müsste.

 „Ich sehe das nicht so negativ“, hielt Schnack bis zum Schluss die Fahne hoch, stellte neue Anträge beim Landessportverband und bei der Gemeinde in Aussicht. Im Zuge ihrer Sparpolitik hatte die Gemeinde dem Verein Zuschüsse in Höhe von rund 2000 Euro monatlich gestrichen. Geld, das für den Umbau fehlt. Als die Diskussion Gefahr lief, sich in endlosem Lamento zu verlieren, platzte Fußballobmann Thomas Frenz der Kragen: „Es bringt doch nichts, nach einem Schuldigen zu suchen. Auch wenn Fehler gemacht wurden, sollten wir das Gegebene akzeptieren. Wir brauchen eine schlagkräftige Truppe, die weitermachen will. Jedes Dorf kriegt es hin, ein Sportheim hinzustellen, und wir sind Ascheberg“, beschwor er die Versammlung.

 Das Machtwort half: Die Mitglieder rangen sich mehrheitlich zur Entlastung des Vorstands durch. Nach einer Pause gingen die Neuwahlen einstimmig über die Bühne. Frank Pieters, der den Verein schon einmal zehn Jahre leitete, hatte in der Septembersitzung signalisiert, dass er zum Vorsitz bereit sei, wenn sich ein Stellvertreter fände, der ihn unterstützt, da er selbst als Berufssoldat bis Mitte 2016 in Mainz gebunden ist. Er rief alle Mitglieder dazu auf, mit Rat und Tat mitzuarbeiten, um den Verein aus der Krise zu führen und schlug vor, mit neuen Sportgruppen neue Mitglieder zu gewinnen.

 Pieters, der stellvertretende Kassenwart, Klaus Bonath, Schriftwart Volker Harder und Pressewart Klaus-Dieter Sacht wurden für zwei Jahre gewählt, der zweite Vorsitzende, Roland Riedel, Kassenwart Ortwin Riedel, Fußballobmann Thomas Frenz und sein Stellvertreter Patrick Forberger für ein Jahr. Ein Jugendvertreter sowie ein Turn- und Gymnastikwart werden noch gesucht.

 Die Verdienste seines Vorgängers Schnack würdigte Pieters mit den Worten: „Du hast es verdient, dass man dir dankt, dass du vor viereinhalb Jahren gesagt hast, ich übernehme das Schiff. Dafür braucht man ein starkes Team, das ist dir leider von Zeit zu Zeit weggebröckelt. Selbst Kritiker sollten berücksichtigen, dass du so lange durchgehalten hast.“

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