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Verstecktes Paradies hinter dem Zaun

Tag des offenen Gartens Verstecktes Paradies hinter dem Zaun

Ein Hochmoor mit seltenen Orchideen und fleischfressenden Pflanzen ist das Herzstück in dem Garten von Sybille Marohn im Wahlstorfer Ortsteil Wielen. Zu der Aktion „Offener Garten“ lädt die Hobbygärtnerin mit 17 weiteren Teilnehmern im Kreis Plön am Wochenende in ihr grünes Reich ein.

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Hobbygärtnerin Sybille Marohn aus Wahlstorf lädt am Wochenende in ihren 1800 Quadratmeter großen Garten mit Hochmoor, Teich und Bachlauf ein.

Quelle: Nadine Schättler

Wahlstorf. Von der Straße ist das Grundstück der Familie Marohn eher unscheinbar. „Viel Stein“, erklärt die Gartenbesitzerin, die den vorderen Teil gerade erst neu angelegt hat. Sträucher und Stauden brauchen ihre Zeit. „In drei bis vier Jahren sieht das schon ganz anders aus“, weiß Sybille Marohn aus Erfahrung. Davon hat die Hobbygärtnerin in den vergangenen zwei Jahrzehnten reichlich sammeln können. Aus dem einfachen Heidegarten der Vorbesitzer entstand in den 80er-Jahren zunächst ein Familiengarten mit Schaukel, Spielgerüst, Gemüse und Feuerstelle. Als der Nachwuchs größer und die Grenze zum Nachbarn nachträglich verändert wurde, begann das eigentliche Gartenglück. „Ich war damals gesundheitlich angeschlagen und musste täglich Palisaden aus unserem Garten wegschleppen. Da merkte ich plötzlich, dass ein ganzer Tag im Grünen mir unheimlich gut tut“, erzählt Sybille Marohn.

Von da an packte sie das Gartenfieber, legte mithilfe einiger Nachbarn einen Teich und später einen Bachlauf an, verabschiedete sich vom Gemüsebeet und den Spielgeräten. Die Familienmitglieder waren zunächst skeptisch: Das warme Mittagessen fiel öfter mal aus, weil Mama im Garten verschwunden war. Nach und nach teilten sie aber ihre Begeisterung. Ehemann Volker ist mit seiner Kamera mittlerweile ein großer Fan, hilft beim „Grobgärtnern“ und bringt die Getränke. Vorzugsweise in den großzügigen und beheizbaren Pavillon am oberen Hang des 1800 Quadratmeter großen Grundstücks, wo sich schon Bürgerinitiativen gründeten und Familienfeste gefeiert wurden. Von dort genießen die Marohns zwischen hellen Sesseln und blumigen Kissen den Blick auf das Hochmoor, das sie 2006 in Eigenarbeit angelegt haben. In drei Zonen wachsen verschiedene Wollgräser, seltene Orchideen und fleischfressende Pflanzen. Viele von ihnen stehen auf der Roten Liste. „Pflanzen müssen für mich immer einen besonderen Wert haben. Für die Natur, für die Tiere oder für die Vase“, sagt Sybille Marohn.

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