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Herzstück ist der Raum der Sinne

Tagesförderstätte Preetz Herzstück ist der Raum der Sinne

Die Plätze sind bereits vollständig belegt. „Das zeigt den großen Bedarf“, erklärte Merit Feilhauer als Geschäftsführerin des Lebenshilfewerks Kreis Plön bei der Einweihung der neuen Tagesförderstätte in Preetz. Dort werden zukünftig 13 Menschen mit besonders hohem Hilfebedarf betreut.

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Das Herzstück der neuen Tagesförderstätte: Geschäftsführerin Merit Feilhauer (rechts) erklärt Landrätin Stephanie Ladwig und Bürgermeister Björn Demmin die verschiedenen Funktionen im Raum der Sinne.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Schon im Jahr 2004 bei der Eröffnung der ersten Tagesförderstätte – die einzige derartige Einrichtung im Kreis Plön – mit zwölf Plätzen auf dem Gelände der Preetzer Werkstätten hatte sich die große Nachfrage nach der aktivierenden und mobilisierenden Betreuung schwer behinderter Menschen gezeigt. Immer wieder wurde improvisiert. „Zuletzt haben wir hier sogar 20 Menschen betreut, aber damit war die Belastungsgrenze für alle Beteiligten schon überschritten“, erklärte Carsten Berthold-Clausen, Bereichsleiter der Tagesförderstätte.

Kosten- und Zeitplan eingehalten

Schon 2009 war der Erweiterungsbau beantragt worden, berichtete Feilhauer. Sie freue sich, dass alle engagiert am Ziel festgehalten hätten, und bedankte sich bei der Baufirma, dass der enge Finanzrahmen ebenso wie der Zeitplan eingehalten worden seien. Die Investition von 800000 Euro habe sich gelohnt, sagte sie. „Ich bin froh, dass mitten im Werkstatt-Leben gebaut wurde.“

„So sind Begegnungen möglich, und so können sie ins Arbeitsleben schnuppern“, nannte auch Imke Jensen, Vorsitzende der Lebenshilfe-Kreisvereinigung, die Vorteile. Einigen Teilnehmern mit schweren Behinderungen sei es bereits gelungen, in den Arbeitsbereich der Werkstätten zu wechseln.

Farb- und Lichtreflexe

Herzstück des barrierefreien und auf die besonderen Bedürfnisse der Nutzer abgestimmten Gebäudes ist der Raum der Sinne, der mit Farb- und Lichtreflexen sowie Geräuschen und Gerüchen dazu beitragen kann, die Sinne der Bewohner anzusprechen und ihre Wahrnehmung und damit ihre aktive oder passive Kommunikation zu fördern.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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