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Bunte Partnerschaft feiert den 30.

Tansaniatag Bunte Partnerschaft feiert den 30.

Insgesamt 30 Jahre währt die Partnerschaft zwischen Heikendorf und Mrimbo. Anlass genug, dieses in einem Tansaniatag in großer Runde zu feiern. Eine siebenköpfige afrikanische Delegation war neben zahlreichen Besuchern ebenfalls bei dem fröhlichen Fest dabei.

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Eine Abordnung aus Mrimbo kam zur Feier des 30-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Heikendorf.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Heikendorf. Elimsu Towo ist Ehrengast beim Tansaniatag in der Heikendorfer evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Der Farmer ist im Kirchenbeirat von Mrimbo, seit Anbeginn der Beziehungen mit von der Partie, und erzählt, was diese so besonders macht: „Es sind viele enge Freundschaften entstanden. Vor allem hat es bei uns im Ort eine positive Entwicklung gegeben.“

 So entstanden unter anderem Schulen, eine Krankenstation und eine Meierei. Pastor Lord Macha ist froh über die intensive Beziehung, die seine Landsleute zu den Norddeutschen haben: „Wir fühlen uns hier zu Hause. Es ist eine gute Sache“, sagt er. Der Gottesdienst zum 30-jährigen Bestehen war natürlich nicht wie jeder andere. Selbst dann, wenn Pastor Macha meint: „Kirche ist hier nicht anders als bei uns.“ Auf Nachfrage räumt er lachend ein: „Naja, an diesem Tag waren die Menschen in der Kirche offener, aktiver und fröhlicher.“

 So konnte man nach dem Gottesdienst, der kein Zeitlimit mehr hatte, vor der Kirche noch wunderbare afrikanische Weisen hören, die der Osdorfer Kirchenchor zum Besten gab. Kaum jemand, der die Füße nicht im Takt wippte, viele Menschen stimmten in die fröhlichen Klänge ein.

 Und bevor es etwas zur Stärkung gab und danach ans Feiern ging, startete noch eine „Daten-Luftballon-Aktion“: „Alle nehmen ihr Handy, geben die Nummern ein, die sie bekommen haben, und dann senden wir gemeinsam zur gleichen Zeit aus Heikendorf ins etwa 6000 Kilometer entfernte Mrimbo eine Grußnachricht von unserer Feierlichkeit“, so Jutta Briel von der Tansaniagruppe.

 Briel hat selbst schon dreimal die Stadt am Kilimandscharo besucht. „Wenn man als Tourist reist, ist es etwas ganz anderes. Wir sind in Familien untergebracht und lernen das wirkliche Leben dort kennen.“ Sie engagiert sich für dieses Projekt, „weil ich die Option habe, konkret zu handeln und den Menschen helfen zu können.“

 So sei die Hilfe in den vergangenen Jahren überwiegend in den Bereich Bildung geflossen. „Es gibt Schulen für Kinder und Jugendliche, eine Ausbildungseinrichtung und eine höhere Schule sind in Planung“, erläutert Briel. „An dieser soll Lehrsprache Englisch sein. Zudem werden die Waisenkinder weiter unterstützt.“ Allein in den vergangenen zwei Jahren sei aus Spendengeldern, Drittmitteln und einem Eigenanteil der Afrikaner Investitionen von gut 30 000 Euro getätigt worden. So zum Beispiel würden Patienten der Heikendorfer Zahnärzte ihr Zahngold für die gute Sache zur Verfügung stellen.

 Pastor Macha zu den anstehenden Projekten: „Die Krankenstation soll zu einem Klinikum weiterentwickelt werden, und eine Schule für geistig behinderte Kinder soll ebenfalls ausgebaut werden.“

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Claudia Josefus-Szellas

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