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Die Leitung blieb fünf Tage lang tot

Telekom-Ärger in Blekendorf Die Leitung blieb fünf Tage lang tot

Nein, Freunde werden die Deutsche Telekom und der Blekendorfer Bürgermeister Andreas Köpke nicht mehr. Wie viele Bürger mit der Vorwahlnummer 04382. Fünf Tage lang beklagte Köpke einen Totalausfall in seinem Festnetz. Die Telekom wollte zunächst nicht glauben, dass etwas kaputt war.

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Fünf Tage lang konnte der Blekendorfer Bürgermeister Andreas Köpke nicht telefonieren. Die Deutsche Telekom glaubte ihm nicht, dass ein Schaden in der Leitung vorliegt.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Blekendorf. Ein Bürgermeister ist ohne Telefon nur eingeschränkt für seine Gemeinde da. Hinzu kam ein Todesfall in der Familie, wo man auch viel telefonieren muss. Gleichzeitig befand sich Landwirt Köpke voll in der Erntezeit. Was ihn wurmt, ist die Art wie die Deutsche Telekom mit dem Störungen im Netz umgeht. Bei jedem Anruf (von einem anderen Anschluss) musste er sich als Kunde zunächst durch das automatische Sprachmenü hindurch kämpfen. Jeder, der die lange Prozedur mit „Ja“ und „Nein“ einmal durchlitten hat, weiß wie nervenaufreibend es ist, bis tatsächlich ein Mensch abhebt. Auch danach blieb es unangenehm. Köpke erhielt zunächst den Ratschlag, seinen Router einmal neu hochzufahren. Das machte er auch, allerdings änderte sich nichts an seinem Problem. Die Leitung blieb tot. Mittlerweile erfuhr Köpke, dass der Bäcker in benachbarten Hansühn, der dortige Pastor und viele Nachbarn im Ortsteil Nessendorf ebenfalls ohne funktionierendes Telefon arbeiten mussten. Bei erneuten Anrufen bei der Telekom brach in einem Fall die computergesteuerte Sprachzentrale das Gespräch mit Köpke unvermittelt ab.

Erst nach fünf Tagen reparierte die Telekom den Fehler. Auf Anfrage der Kieler Nachrichten hieß es dazu: „Seit gestern Nachmittag sind der Anschluss des Bürgermeisters und weitere Anschlüsse wieder online. Die Analyseergebnisse deuten auf ein defektes Bauteil hin, das in den frühen Morgenstunden ausgetauscht wurde. Insofern dürften die Services für alle Kunden wieder in gewohnt guter Qualität bereitstehen.“

Bürgermeister Köpke schüttelt nur den Kopf darüber, dass sich ein Weltunternehmen wie die Telekom so schwer tut, eine Leitung zu reparieren. „Das ist Mittelalter.“

Auch im benachbarten Helmstorf ist man nicht gut auf die Deutsche Telekom zu sprechen. Das Unternehmen lässt eine Glasfaserleitung von Lütjenburg nach Kühren verlegen. Die Bauarbeiten zwischen der Bundesstraße und Kühren ziehen sich seit Monaten hin. Immer wieder ruhen die Arbeiten aus unerfindlichen Gründen. Ausgerechnet diese Baufirma zerstörte beim Bohren für das neue Glasfasernetz das intakte Telefonkupferkabel. Alle Kührener konnten für 24 Stunden nicht mehr telefonieren. So etwas kommt immer mal wieder vor. Aber auch hier leugnete die Telekom zunächst, dass etwas kaputt gegangen sei. Wehrführer Gerd Bock berichtet von Anrufen bei der Telekom, wo es zunächst hieß, man könne bei der Analyse keinen Schaden erkennen. Der Fehler müsse in seiner Anlage liegen. Auch Bürgermeister Birgitta Ford stöhnt mit Blick auf den Vorfall und die Baustelle. „Die Kommunikation mit der Telekom ist miserabel“, urteilt sie.

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Hans-Jürgen Schekahn
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