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Temposünder füllen Kasse auf

Kreis Plön Temposünder füllen Kasse auf

Wenn der Kreis Plön seinen Haushalt sanieren möchte, sollte er Blitzer in Schwentinental und Nettelsee aufstellen. Denn dort gefährden Raser ganz besonders die Verkehrssicherheit und spülen damit viel Geld in die Kasse. 388103,50 Euro wurden 2015 durch Verwarn- und Bußgelder eingenommen.

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Zu spät gebremst: Die Geschwindigkeitsmessung mit Laserkamera ist längst erfolgt und das geblitzte Beweisfoto im Kasten.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Der Kreis besitzt eine einzige Messanlage, die über das Jahr an zahlreichen Orten aufgestellt wurde. „Überhöhte Geschwindigkeiten sind weiterhin eine Hauptunfallursache“, so die Verwaltung. Durch eine regelmäßige Präsenz solle erreicht werden, dass sich die Fahrer dauerhaft an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Deshalb werde schwerpunktmäßig vor Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen sowie anderen Gefahrstellen (schwer einsehbare Einfahrten, Schulwege, kreuzende Fußgänger oder Unfallschwerpunkte) gemessen.

 Für die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Tourismus am 17. Februar legte die Kreisverwaltung jetzt den Bericht zur „Überwachung des fließenden Verkehrs“ vor. In Nettelsee wurde die Anlage an der Ortseinfahrt der L49 aus Richtung Bordesholm neun Mal aufgestellt. Am 28. Januar hatten es die Fahrer besonders eilig: 95,7 Prozent waren zu schnell. Insgesamt mussten die Raser 15811,50 Euro berappen. In die Gegenrichtung waren es an fünf Tagen noch einmal 6471,50 Euro, sodass in der kleinen Gemeinde insgesamt 22283 Euro zusammenkamen. Diese Summe wurde sonst nirgends erreicht. Einen weiteren „lohnenden“ Punkt gibt es in Schwentinental. Dort wurden immerhin 16631 Euro bei 13 Messungen kassiert. Es ist die höchste Summe am gleichen Ort: Alle Fahrer wurden auf der B76 Höhe Vogelsang im Ortsteil Raisdorf erwischt. Aber auch in Probsteierhagen wurde an 20 Tagen und fünf verschiedenen Orten fleißig geblitzt: 20735 Euro kamen so zusammen. Etwas darüber liegt Schönberg mit insgesamt 20768 Euro mit neun Messungen an drei Punkten.

 Schwentinental und Nettelsee nehmen noch eine weitere Spitzenposition ein: Hier waren die Raser viel zu schnell. In Nettelsee kachelte ein Fahrer mit 110 Sachen durch die geschlossene Ortschaft, in der 50 Stundenkilometer erlaubt sind. In Selent wurde sogar ein Auto mit 113 Stundenkilometern gemessen. Richtig teuer dürfte es auch für die drei Damen und/oder Herren geworden sein, die mit Tempo 103, 105 und 107 statt der erlaubten 60 am Vogelsang in Raisdorf vorbeirauschten. 41 Stundenkilometer schneller als erlaubt war jemand in Lutterbek auf der B502 unterwegs (111 statt 70). Den Spitzenwert in einer Tempo-30-Zone hält Dannau: Mit 72 Stundenkilometern schoss ein Fahrzeug an der Grundschule vorbei.

 Den traurigen Rekord, was die Prozentzahl an Rasern anbetrifft, hält Brodersdorf: Genau 100 Prozent der kontrollierten 14 Fahrzeuge drückten am 10. März auf der Schönberger Straße (K51) in Richtung Lutterbek zu sehr aufs Gaspedal. Am 9. November waren es immerhin noch 80 Prozent. Auch Rantzau (97,1 Prozent), Bönebüttel (94,7 Prozent) und Kalübbe (94,1 Prozent) können „Spitzenwerte“ aufweisen.

 Dagegen scheint Bredeneek (Gemeinde Lehmkuhlen) sehr sicher zu sein: Nur 0,7 Prozent waren zu schnell. Das sorgte in gut zwei Stunden für Einnahmen von 40 Euro. 0,7 Prozent waren es auch in Stolpe: Das brachte ganze 10 Euro in zweieinhalb Stunden bei 153 Fahrzeugen – dort dürfte der Blitzer nicht so schnell wieder aufgebaut werden.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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