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In Erinnerungen geschwelgt

Torfrock rockte die Ascheberger Bühne In Erinnerungen geschwelgt

„Das ist wie eine Zeitmaschine. In solchen Läden haben wir vor dreißig, vierzig Jahren gespielt und Schleswig-Holstein erobert.“ Klaus Büchner und Raymond Voß, den beiden Urgesteinen der Kultband Torfrock, ist nach dem Soundcheck am Sonnabend die Vorfreude auf das Konzert im Landgasthof Langenrade in Ascheberg deutlich anzumerken.

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„Wie eine Zeitreise“ – die Torfrocker Stefan Lehmann, Raymond Voß, Klaus Büchner und Volker Schmidt vor ihrem Auftritt im Landgasthof Langenrade in Ascheberg.

Quelle: Dirk Schneider

Ascheberg. Wenig später gelingt es dem Quartett – „neu“ im Team sind Drummer Stefan Lehmann und Bassist Volker Schmidt – die Begeisterung auf die 300 Fans im restlos ausverkauften und fast schon überfüllten Saal zu übertragen.

„Als wie von den Machern von Ascheberg rockt! angesprochen wurden, erinnerten wir uns sofort an die gute alte Zeit“, erklären Büchner und Voß. „Ende der 70er- und in den 80er-Jahren waren wir oft auf dem Campingplatz in Ascheberg und sind von dort aus mit dem Kanu über die Plöner Seen und die Schwentine bis nach Malente oder Raisdorf gepaddelt“, erzählt Büchner. Einmal sei er dabei so angeduselt gewesen, dass er mit dem Boot gekentert sei – „seitdem sind wir Mitglieder der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ...“

 Nach dieser kurzen Ansage legten die Torfrocker so richtig los und heizten dem Publikum mit der heimlichen Hymne „Feste feiern wir“ so richtig ein. Weiter ging es mit „Wir unterkellern Schleswig-Holstein“, „Presslufthammer B-B-B-B-Bernhard“, „Rollo, der Wikinger“, „Volle Granate, Renate“, „Rut mit'n Torf“ (dat matscht so schön ...), „Beinhart, der Boxer“ (Haut mir doch bitte nicht mehr auf die Lippe ...) und all den anderen Ohrwürmern aus der mittlerweile 38-jährigen Bühnengeschichte der Formation. Das bunt gemischte Publikum im Alter von 17 bis 70 Jahren zeigte sich dabei sangesfroh und textsicher und nutzte jede Gelegenheit, die Band bei den Refrains lautstark und ausgelassen zu unterstützen.

 Die Auswahl der Stücke einerseits und die Treue der Fans andererseits zeige auch, wie sich die ursprüngliche Kneipen-Klamaukband im Laufe der Jahrzehnte zu einer echten Rockband entwickelt habe, ohne dabei „den Spirit der Gründungszeit“ zu verlieren, sinniert Raymond Voß. Und Stefan Lehmann ergänzt: „Im Kern haben uns die Stimme von Klaus und die Akustikgitarre Raymond durch die Jahrzehnte getragen.“ Größtes Lob der Konzertbesucher: „Die Jungs sind deutlich über 60 und kein bisschen leise.“

 „Das war stimmungsmäßig ein absoluter Höhepunkt“, freut sich Peter Stahl von Ascheberg rockt! und blickt erwartungsfroh auf die kommenden beiden Wochenenden. Etwas ruhiger wird es wohl am 25. April, wenn die Liedermacherin und Autorin Ulla Meinecke im Landgasthof gastiert. Und am 1. Mai unterstützt der Kulturverein die Ascheberger Feuerwehr beim Maibaumrichten. Mit dabei sind dann die Rixdorfer Weidezaunband sowie die Rockband Pfefferminz, die Titel von Marius Müller-Westernhagen covert.

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