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Tourist-Info vor dem Aus

Wankendorf Tourist-Info vor dem Aus

Der Touristeninformationsstelle am Kirchtor in Wankendorf droht das Aus. Der Trägerverein „Urlaubsgebiet Wankendorfer Seen“ lädt zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Sommer ein.

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Noch ist die Anlaufstelle für Touristen geöffnet. Sollten die Mitglieder für eine Auflösung votieren, kündigt der Verein den Touristinfo-Pavillon zum Jahresende.

Quelle: Sven Tietgen

Wankendorf. Auf der Agenda wird es nur einen Tagesordnungspunkt geben: Ein Beschluss zur Auflösung des 1969 gegründeten Vereins am Jahresende. Nicht erst seit gestern steht die Existenz des Tourismusvereins im Raum. Bereits in der jüngsten Jahresversammlung wurde über die Vereinsauflösung gesprochen. Die stellvertretende Vorsitzende Anke Klagge sowie Geschäftsführerin Barb Dannehl machten dafür gleich mehrere Gründe verantwortlich. So findet sich seit Langem kaum jemand unter den Mitgliedern, der einen Vorstandsposten übernehmen will. „Selbst einen Kassenprüfer zu finden, der nur einen einzigen Termin wahrnehmen muss, ist ein großes Problem“, erzählte Anke Klagge. So wurde bereits vor Jahren der Vorstand auf den ersten und zweiten Vorsitzenden sowie drei Beisitzerposten reduziert. Als jetzt nach zwölf Jahren Amtszeit der bisherige Vorsitzende Jürgen Overath nicht mehr zur Wiederwahl antrat, gab es keinen Nachfolger-Kandidaten. Bei der Jahresversammlung wurde außerdem aus Sicht von Barb Dannehl deutlich, dass es kaum Interesse an einer aktiven Mitarbeit im Verein gibt. Aktuell gehören 51 Mitglieder dem Verein an, neben Vermietern von Ferienwohnungen und Gastronomiebetrieben sind auch die Gemeinden Stolpe, Wankendorf, Belau, Ruhwinkel, Schillsdorf, Bornhöved, Trappenkamp, Schmalensee sowie Stocksee vertreten. Lediglich sieben Vertreter aus dem Bereich Vermietung/Verpachtung und Gastronomie waren anwesend.

 „Von denen waren zwei Mitglieder als Kassenprüfer vor Ort. Als über die Auflösung des Vereins gesprochen wurde, kam keinerlei Reaktion“, berichtete Barb Dannehl, die seit acht Jahren die Vereinsgeschäfte führt und in der Tourist-Info die Besucher mit Flyern und Infos zur Region versorgt. Für Frust im Vorstand sorgt auch die fehlende Resonanz auf Ausflüge und Fahrten für Mitglieder, die zu mehr Verbundenheit im Verein führen sollten. Anke Klagge stellt zudem eine Überalterung in der Mitgliederstruktur fest. „Aber der zentrale Punkt ist, dass niemand Verantwortung übernehmen will“, sagte die Schönbökenerin.

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