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Das Handtuch geht in Produktion

Towell Das Handtuch geht in Produktion

Der Preetzer Florian Goecke und der Rendsburger Lennart Rieper traten im Juni an, um ihr neu erfundenes Handtuch mittels Crowdfunding auf den deutschen Markt zu bringen. Nun startet die Produktion – unter anderem auch die des speziellen Clips, der in den Preetzer Werkstätten gefertigt wird.

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Sabine Florian, Leiterin der Nähwerkstatt, zeigt den Towell-Erfindern Lennart Rieper (links) und Florian Goecke, dass die Lederhaken alle per Hand genäht worden sind.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. 700 Haken aus Leder, die mit einem Magneten gefüllt werden, haben die Mitarbeiter in der Nähabteilung der Werkstätten bereits per Hand hergestellt. „Das war eine sehr mühselige Arbeit“, berichtet Sabine Florian, Leiterin der Näherei. „Zwei Lederlappen mussten übereinander gebracht und der Magnet reingesteckt werden. Dann musste noch ein zwei Zentimeter langer Abschluss offen bleiben.“ Florian demonstriert für die KN, wie aufwendig das Prozedere alleine dieses Handtuch-Details ist.

 Mit einem speziellen Jeansgarn in Kamelhaarfarbe wurden die Einzelteile auf einer Spezialnähmaschine mit Dreifach-Transport gefertigt. Drei Näher waren gut drei Wochen mit den Lederhaltern beschäftigt. „Damit liegen wir super in der Zeit und sind sogar noch schneller“, freut sich Rieper.

 „Das Leder stammt von Klaus Flach aus Kiel und hat bei uns im Waschtest gut abgeschnitten“, berichtet Rieper. Auch bei 60-Grad-Wäsche sollte die Maserung erhalten und das Leder „schön“ bleiben. „Uns ist es wichtig, dass wir die einzelnen Komponenten aus unserem Land bekommen und sie alle hochwertig sind“, ergänzt Goecke. „Das besondere Etwas, mit dem wir unser Towell von den anderen Handtüchern abheben, ist eben dieser Clip“, so Rieper. „Es ist uns das Wichtigste, denn an ihm hängt das Tuch im wahrsten Sinne des Wortes“, sagen die beiden Designer.

 Die Preetzer Werkstätten mit Sabine Florian waren von Anfang an mit im Boot. „Wir wurden hier super beraten, und uns war es wichtig, dass wir diese Einrichtung mit einbauen konnten“, so Goecke. In der Nähe von Stuttgart werden die Clips an das in einer Weberei in Rheine hergestellte Handtuch angebracht.

 Wer allerdings denkt, dann ruhen sich die beiden aus, der täuscht. „Ich war gerade in Amerika und habe dort Marktforschung betrieben“, so Rieper. Von vielen Amerikanern seien die beiden angesprochen worden. Deshalb starten sie Anfang November eine neue Kampagne.

 „Beim Towell 2 werden wir weitere Überraschungen zeigen.“ Mehr verraten sie noch nicht. Außer einem Wunsch für 2016: „Wir würden gerne in den regulären Vertrieb und in den Onlineverkauf gehen.“

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Ein Artikel von
Claudia Josefus-Szellas

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Preetz
Foto: Die Produktdesigner Lennart Rieper und Florian Goecke (rechts) wollen das multifunktionale Handtuch Towell vor allem für Sportfans auf den Markt bringen. Der Prototyp des Towells (unten) hat eine praktische Tasche zum Verstauen, ein Magnet-Lederhaken und einen Überzug, damit er auch vom Stuhl nicht runterfallen kann.

Kann man das Handtuch neu erfinden? Florian Goecke und Lennart Rieper haben es getan: Die Produktdesigner entwickelten ihr Towell. Mit dem rein aus deutschen Bestandteilen hergestellten Artikel, der in den Preetzer Werkstätten gefertigt werden soll, starten sie nun über Crowdfunding bei Kickstarter ihr erstes eigenes Projekt.

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