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Urlaub mit Axtwerfen

Turmhügelburg Urlaub mit Axtwerfen

Um das edle Horn von Nienthal zu gewinnen, kann man sich schon mal ein bisschen ins Zeug legen. Die Disziplinen: Speerwerfen, Axtwerfen, Bogenschießen. Doch der Held allein wird hier nichts: Der neue Wettbewerb im Wikingerlager an der Turmhügelburg in Lütjenburg ist für Familien.

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Wikingerlager an der Turmhügelburg: Jonathan (acht) wirft den Speer und bekommt dafür noch ein paar gute Tipps von Stefan Lösch (direkt dahinter). Links Organisator Hartmut Eller alias Burgherr von Bodendiek.

Quelle: Andrea Seliger

Lütjenburg. Mit dem neuen Dreikampf will Burgherr Hartmut Eller alias Eberhard von Bodendiek den Sonntag noch ein bisschen spannender machen – am Sonnabend findet bereits traditionell der Einzelwettkampf statt. „Jetzt wollten wir auch mal was für die Familien machen“. Und so wirft der achtjährige Jonathan aus Celle zum ersten Mal in seinem Leben einen Speer. Sein sechsjähriger Bruder hat sich für die Axt entschieden. „Also bleibt für mich Bogenschießen“, sagt Vater Christoph Schön und schlägt sich dabei für einen Anfänger erstaunlich gut. Die Teilnehmer sind ein gemischtes Völkchen: Pfingsturlauber wie die Schöns, die sich spontan angemeldet haben, aber auch solche, die selbst am Lager teilnehmen und mit ihren historischen Gewändern gleichzeitig Teil der Wikinger-Kulisse sind. Wie das Grüppchen aus Jörg Hamann, Tochter Johanna (10) und deren Freundin Dana (13).

Wikingerlager sind Urlaub vom Alltag

Hamann, im Alltag Tischler, ist Schöpfer des „Tjostdrachen Torkel“, von dem aus sich Kontrahenten gegenseitig auf ungefährliche Weise gegenseitig ins Stroh schubsen können. „Urlaub vom Alltag“, sind für Hamann solche Lager, „einfach mal raus, ohne E-Herd und Technik“. Er gehört außerdem zur Theatergruppe Midgard-Skalden, die regelmäßig in Haithabu auftritt. Dort spielen auch Kinder mit – und so trafen sich Johanna und Dana.

Es wird auf Authentizität geachtet

Gut 100 Lager-Teilnehmer mit Zelten und Ständen sind diesmal dabei. „Wir haben so viel Zulauf, dass wir gar nicht alle aufnehmen können, sagt Eller und achtet dabei auf die Authentizität. „Das ist ok“, findet Hamann. Die Grenze ist für ihn das Diabetes-Set seiner Tochter, das immer sicht- und greifbar sein muss: „Das ist nicht verhandelbar“ – was aber auch noch nie nötig war.

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