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Klares Ja zum Spielschiff

Möltenorter Kurstrand Klares Ja zum Spielschiff

Die Planung zur Neugestaltung der Uferpromenade am Möltenorter Kurstrand ist wieder ein Stück weiter. Der Wirtschaftsausschuss Heikendorf entschied sich für ein Spielgerät in Schiffsform für Kinder und einen vergrößerten Veranstaltungsbereich. Im kommenden Jahr soll der Umbau starten.

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Am Möltenorter Strand soll einiges umgestaltet werden – neben der Promenade selbst auch der Aktions- und der Spielbereich. Im kommenden Jahr soll der Umbau starten.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Viele Details hat der Ausschuss bereits festgelegt – zum Beispiel das Leuchtenmodell, Pflaster in Sandoptik, Bänke aus Holz, die Form der Fahrradständer und Mülleimer. Nun stellte der Planer seinen Vorschlag für den Kinderspielbereich vor: Passend zum Strand soll es eine Art Schiff sein, allerdings mit gekipptem Mast und vielen Möglichkeiten zum Klettern. „Die Idee gefällt mir richtig gut“, so Ina Schultheiß (CDU).

Harald Rutz, Leiter des Amtsbetriebshofs, goss allerdings Wasser in den Wein: Die nächste DIN-Norm für Kinderspielplätze, so warnte er, schreibe auch am Strand eine Umzäunung vor. Und Strandsand allein reiche nicht mehr aus als Fallschutz aus. Je nach Höhe müssten selbst dort beispielsweise Fallschutzplatten angebracht werden.

Bei den Ausschussmitgliedern sorgte diese geplante Neuregelung für Kopfschütteln. „Kann man auch aus der DIN austreten?“ fragte Bürgermeister Alexander Orth scherzhaft in Anspielung auf den „Brexit“. Das „Spiel-Schiff“ (voraussichtlich etwa 50000 Euro) wurde dennoch einstimmig bei zwei Enthaltungen beschlossen.

Umstrittener war die Entscheidung über die Größe der Veranstaltungsfläche. Karl Scharpf (CDU) berichtete, es habe bereits Protest gegen den Entwurf gegeben: Es gebe den Eindruck, der Strand werde „zugepflastert“. Er wollte vor einem endgültigen Beschluss zumindest die Bürger hören. Orth verteidigte die geplante größere Plattform, „damit wir da auch mal was Interessantes machen können“. Angesichts des geringen Zuschauerinteresses bei dieser und früherer Beratungen rechne er auch nicht mit einem „großen Aufschrei“. Die Mehrheit des Ausschusses wollte schlussendlich die geplante große Aktionsfläche beibehalten. Die Kosten für die gesamte Umgestaltung werden auf rund eine Million Euro geschätzt. Die Gemeinde will dabei das Geld einsetzen, das aus der seit 2015 erhobenen Tourismus- und Kurabgabe hereinkommt. Vor allem hofft sie aber auf Zuschüsse von 60 bis 70 Prozent aus Landes- und EU-Mitteln. Die Maßnahme soll in zwei Schritten (2017 und 2018) umgesetzt werden.

Damit die Zuschüsse im kommenden Jahr fließen, müssen die Anträge bereits jetzt geschrieben werden. Die Mehrheit stimmte deshalb gegen eine eigene Einwohnerversammlung dazu, da diese eine zeitliche Verzögerung bedeutet hätte. Das Thema wird jedoch in der Gemeindevertretung am 13. Juli auf der Tagesordnung stehen.

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