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Unterricht mit Fisch und Kräutern

Wendtorf Unterricht mit Fisch und Kräutern

Informationen über die Fischerei früher und heute, wie man den fangfrischen Fisch filetiert, Knotenkunde sowie später Kräuter- und Sinneskunde und zum Abschluss das Zubereiten des Fischs – all das erlebten Schüler am Montag während eines Aktionstages mit den Projekten Fisch vom Kutter und Feinheimisch.

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Fisch fangfrisch vom Kutter: Erik Meyer filetiert vor einem skeptischen jugendlichen Publikum den Dorsch.

Quelle: Thomas Christiansen

Wendtorf/Schönberg. Jan und Erik Meyer warten schon auf ihrem Kutter, als Lehrerin Sabine Engelmann-Heintze mit der 4c der Grundschule Schönberg am Steg in Wendtorf eintrifft. „Es ist besser, Fisch hier aus der Region zu kaufen, denn der ist viel frischer“, wirbt Uwe Sturm, Sprecher des Arbeitskreises Fischerei in der Aktivregion Ostseeküste und Vertreter des Projekts Fisch vom Kutter sowie des Museumshafens Probstei. Als Erik Meyer den ersten fangfrischen Dorsch filetiert, erklärt Sturm: „Das Filet ist nur ein ganz kleiner Teil eines Fisches, aus dem man noch viel mehr machen kann.“ Meyer hält das Filet hoch: „Das sind nur noch 40 Prozent.“

 Jan Meyer zeigt den Schülern auch die Netze und erklärt, wie ein kleines, Geräusche machendes Gerät, ein so genannter Pinger, Schweinswale von den Netzen fernhält. Danach erzählt Uwe Sturm im Museumshafen, wie früher gefischt wurde. Als Birgit Rautenberg-Sturm zu Beginn ihrer Knotenkunde fragt, wer einen Kreuzknoten schafft, meldet sich nur Jönna. Die Zehnjährige aus Krummbek kann fast alle Knoten: „Wir haben ein Boot hier liegen.“

 Später in der Schulküche der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg teilt Feinheimisch-Geschäftsführer Markus Huber die Schüler auf. Einige beginnen mit dem Schälen der Kartoffeln, andere gehen zunächst zur Kräuterkunde oder in die Sinnesschule.

 In der Sinnesschule lernen die Kinder an fünf Stationen, wie alle fünf Sinne am Genuss des Essens beteiligt sein können. So sollen die Kinder bestimmte Lebensmittel am Geräusch erkennen. „Man schafft damit das Bewusstsein dafür, zu hören, was man isst“, erklärt Huber. Für die Kräuterkunde hat er acht der 40 Kräuter aus seinem eigenen Garten mitgebracht. „Das kann man alles essen“, sagt er den erstaunten Kindern.

 Bevor es zum Abschluss mehr als Kräuter zu essen gibt, müssen alle helfen. Unterstützt von Koch Sören Marquardt vom Hotel Birke aus Kiel bereiten sie Backfisch vom Ostseedorsch mit Salzkartoffeln und einer besonderen Remoulade – unter anderem mit Sardellen und Kapern – zu.

 Mit den kulinarischen Projekttagen möchte der Verein Feinheimisch Kindern den Umgang mit regionalen Lebensmitteln nahe bringen. „Wir plädieren dafür, dass so etwas in den Schulunterricht aufgenommen wird“, sagt Huber.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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