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Unterschriften für die Polizeistation

Laboe Unterschriften für die Polizeistation

Der Widerstand gegen die Schließung der Polizeistation Laboe formiert sich neu. Innerhalb weniger Tage haben LWG und SPD bereits rund 500 Unterschriften gesammelt. „Ich habe wieder Hoffnung“, sagt Beke Schöneich-Beyer (LWG). Sie verweist darauf, dass das Land neue Stellen für die Polizei schaffen will.

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Stephan Matthiesen (von links), Beke Schöneich-Beyer, Walter Kreft und Carsten Leonhardt wollen die Schließung der Polizeistation in Laboe verhindern.

Quelle: Thomas Christiansen

Laboe. Der Initiator der Unterschriftensammlung für den Erhalt der Laboer Polizeistation, Carsten Leonhardt (LWG), betont gerade angesichts jüngster Vorfälle in der Gemeinde das Sicherheitsbedürfnis der Bürger: „Ich möchte, dass alle Einwohner und Besucher ein gutes Gefühl haben.“ Die vor Ort tätigen Polizeibeamten könnten ganz anders arbeiten, meint Leonhardt. Es sei ein Riesen-Unterschied, ob man „seine Pappenheimer“ kenne.

 Es waren Laboer Beamte, die nach dem Banküberfall Ende März sehr schnell eingreifen und einen Mann festnehmen konnten. Nicht nur dieses Beispiel zeigt nach Ansicht von LWG und SPD, wie wichtig eine Polizeistation vor Ort ist. „Die Ängste nehmen zu“, meint Walter Kreft, Fraktionsvorsitzender der SPD, die sich der Initiative der LWG angeschlossen hat. Leonhardt bedauert sehr, dass CDU und Grüne nicht mitmachen.

 „Die Unterzeichnenden fordern die Verantwortlichen auf, die Polizeistation in Laboe mindestens in der jetzigen Größe aufrechtzuerhalten! Es kann und darf nicht sein, dass unser Ostseebad mit 5000 Einwohnern und hunderttausenden Besuchern die Polizei vor Ort verlieren soll!“, heißt es auf den Unterschriftenlisten, die seit einigen Tagen in Geschäften, der Gastronomie und Betrieben ausliegen.

 Vor zwei Jahren hatte das Innenministerium beschlossen, die Polizei im Kreis Plön neu zu strukturieren und mehrere kleinere Polizeistationen zu schließen. Während die anderen Stationen wie zum Beispiel Probsteierhagen längst geschlossen sind, wurde der Termin für Laboe mehrfach verschoben. Der damalige Innenminister Andreas Breitner hatte zwar trotz aller Proteste an der Schließung festgehalten, erkannte aber die besondere Situation des Urlaubsorts an. „In Heikendorf und in Schönberg müssen Gelder für die Unterbringung der Polizei seitens des Landes in die Hand genommen werden, obwohl in Laboe das Gebäude der Polizei schon jetzt den Platz und die Ausstattung bietet, die für eine ständige Besetzung der Station notwendig ist“, sagt Leonhardt. Nach der Ankündigung des Landes, 500 neue Stellen für die Polizei zu schaffen, sieht Beke Schöneich-Beyer neue Chancen. Im Plöner Kreistag werde an einer Resolution aller Fraktionen gearbeitet: „Wir hoffen, dass wir doch einige Stationen wieder besetzen können – gerade in den touristisch stark frequentierten Orten.“

 Für Ende April/Anfang Mai wollen LWG und SPD den Kieler Innenminister Stefan Studt zum Gespräch nach Laboe einladen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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