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DRK hofft auf Schützenhilfe

Ursula von der Leyen in Plön DRK hofft auf Schützenhilfe

Das DRK-Zentrum für Gesundheit und Familie in Plön machte 2010 deutschlandweit als erste Einrichtung besondere Kur-Angebote für Soldaten und ihre Angehörigen. DRK-Landesvorsitzender Thorsten Geerdts nutzte den Besuch der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, um für ein neues Projekt der Soldatenfürsorge zu werben.

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Ministerin von der Leyen rollt mit ihrem Konvoi an. Die Gäste des DRK-Zentrums in Plön fotografieren eifrig die Ankunft.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Plön. Soldatenfamilien sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Die Väter oder Mütter verbringen Monate getrennt von ihren Angehörigen in Auslandseinsätzen. Die Kinder sehen im Fernsehen oder im Internet Bilder der Kampfhandlungen und reagieren verstört bis hin zu Angstzuständen und Schlafstörungen. Soldaten kehren mit posttraumatischen Belastungsstörungen zurück. Die Symptome können zwar medizinisch behandelt werden, aber das Alltagsleben der Soldatenfamilien wird nie wieder so wie vorher.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Donnerstag Plön besucht.

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 Partner im Einsatz und Eltern-Kind-Kuren für Soldaten heißen die beiden Kurprogramme beim DRK-Heim in Plön. Bei diesen Angeboten tat sich nun in der Praxis eine Lücke auf, wie der ärztliche Leiter des Hauses, Dr. Hans Hartmann, feststellte. An den Kuren nahm jeweils nur ein Elternteil mit dem Kind teil. Der andere Ehepartner blieb zu Hause. Bei der therapeutischen Arbeit habe der andere Teil der Familie aber in vielen Fällen gefehlt, um Erfolge zu erzielen. Das DRK möchte Angebote für die gesamte Soldatenfamilie machen, um Konflikte auch zwischen den Paaren angehen zu können.

 Was in der Theorie einfach klingt, scheiterte bislang an der Finanzierung. Es ist zwar genug Geld da, aber offenbar können sich Krankenkassen und Bundeswehr nicht verständigen, wer was bezahlt. Landesvorsitzender Geerdts ist zuversichtlich, dass die Verteidigungsministerin den Knoten durchschlagen kann: „Wenn jemand das schaffen kann, dann Ursula von der Leyen.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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Foto: 30 Millionen Euro Investitionszusagen brachte die Verteidigungsministerin mit nach Plön.

Diese Botschaft hören nicht nur die Marinesoldaten in Plön gerne, sondern auch die regionale Bauwirtschaft: Bis 2020 fließen 30 Millionen Euro in die Modernisierung der Marineunteroffizierschule (MUS). Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bezeichnete die MUS bei ihrem Besuch am Donnerstag als „Visitenkarte der Marine“.

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