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Zu Gast bei der „Visitenkarte“

Ursula von der Leyen in Plön Zu Gast bei der „Visitenkarte“

Diese Botschaft hören nicht nur die Marinesoldaten in Plön gerne, sondern auch die regionale Bauwirtschaft: Bis 2020 fließen 30 Millionen Euro in die Modernisierung der Marineunteroffizierschule (MUS). Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bezeichnete die MUS bei ihrem Besuch am Donnerstag als „Visitenkarte der Marine“.

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30 Millionen Euro Investitionszusagen brachte die Verteidigungsministerin mit nach Plön.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Zwei große Wohnblöcke sind in den vergangenen Jahren bereits auf den neuesten Stand gebracht worden. Kosten dafür: rund neun Millionen Euro. Ein weiteres Gebäude ist bereits für die Sanierung eingerüstet. Die Modernisierung der Unterkünfte ist ganz im Sinne von der Leyens. Nur so können ihrer Überzeugung nach Fachkräfte angeworben werden. Der Bundesmarine fehlen derzeit Nachwuchskräfte, die aber mit Zimmern, die einen verfallenen Charme der 70er-Jahre versprühen, kaum zu locken sind.

 Mit großem Interesse inspizierte die Ministerin auch das Mutter-Kind-Zimmer, in dem derzeit Sandra Märtens mit ihrem 13 Monate alten Sohn Erik lebt. Die neu geschaffenen Räume ermöglichen der jungen Soldatin, Beruf und Privatleben eng miteinander zu verbinden. Familienfreundlichkeit, die von der Leyen fast als Befehl ausgegeben hat, besichtigte sie in Plön an diesem Beispiel.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Donnerstag Plön besucht.

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 Ein Absage erteilte von der Leyen der Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht. Um Spezialisten dauerhaft für die Streitkräfte zu gewinnen, seien ein kluges Personalmanagement und ein attraktives Arbeitsumfeld viel wichtiger.

 Die Ministerin ließ sich nicht nur die modernen Unterkünfte zeigen. Sie schaute zu bei der Ausbildung an der Pistole P8 und der Einweisung in die Rettungsanzüge für Seenotfälle. Zu einem Höhepunkt des Plön Besuchs entwickelte sich eine Fahrt mit einem Segelkutter der Marine, in dem neben dem Ausbilder lauter Anfänger saßen, die zum ersten Mal in See stachen. Die Ministerin blieb an Bord und unternahm mit den Rekruten spontan eine 15-minütige Segeltour auf dem Großen Plöner See. Ausbilder Olaf Meyer-Lürsdorf erhielt ein Sonderlob seiner höchsten Vorgesetzten dafür, dass er das Team in der Theorie so gut auf die Praxis vorbereitet hatte.

 Für von der Leyens Presseoffizier Boris Nannt war der Plön-Besuch fast ein Heimspiel. Er lebt mit seiner Familie in Preetz und konnte der Ministerin beim Anflug mit dem Hubschrauber aus der Luft nahe Preetz in etwa zeigen, wo er lebt.

 Bürgermeister Jens Paustian und der Stadt Plön machte von der Leyen kurz nach der Landung ein besonderes Kompliment. Der Anblick der Seenlandschaft sei so schön gewesen. Sie habe sich kaum entscheiden können, auf welcher Seite sie aus dem Hubschrauber schaue.

 Der Ministerbesuch, traditionell eine Ehre für die Einheiten, geriet auch zu einem Abschiedsgeschenk an MUS-Kommandeur Thomas Schütze. Er gibt im Sommer sein Kommando ab und wechselt ins Marine-Hauptquartier der NATO in Northwood bei London. Dort wird er Referatsleiter für die maritimen Operationspläne der NATO. Sein Nachfolger wird Matthias Kähler aus Köln.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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