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Raus aus dem toten Winkel

Verkehrserziehung in Heikendorf Raus aus dem toten Winkel

„Nein, ich kann niemanden sehen.“ Johanna war zwar vorbereitet auf diese Situation. Dennoch ist die Sechstklässlerin von der Heikendorfer Heinrich-Heine-Schule überrascht, dass sie vom Lkw-Fahrerplatz jetzt beim Blick in die Außenspiegel keinen ihrer gut 20 Mitschüler sieht: Der tote Winkel ist gefährlich.

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In welchem Bereich ist Johanna mit ihrem Fahrrad sicher, wenn der Lkw um die Kurve fährt? ADAC-Moderator Jörg Albert zeigte Sechstklässlern des Heikendorfer Gymnasiums an praktischen Beispielen, wie gefährlich der tote Winkel werden kann. Ein Fernsehteam hält die Szenerie fest.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. Diese tödliche Gefahr fährt bei fast jedem Abbiegevorgang von Lkw, Bus und Pkw mit. Der ADAC Schleswig-Holstein hat aus diesem Grund sein Programm zur Verkehrserziehung um dieses Thema erweitert. „Das ist ein weiterer ganz wichtiger Baustein in unserem Angebot“, erklärt Hermann Fedrowitz, Abteilungsleiter für Verkehr und Technik. Am Heikendorfer Gymnasium startete der ADAC am Dienstag nun mit seiner neuen vor allem auf Schüler der fünften und sechsten Klassen zugeschnittenen Verkehrssicherheitsarbeit.

 Nach einer kurzen Einführung von Moderator Jörg Albert werden anschließend typische Verkehrssituationen mit totem Winkel praktisch durchgespielt. In welchem Bereich der Radfahrer sicher ist, wenn er zusammen mit einem Lkw an einer Ampel steht, möchte Albert von den Sechstklässlern wissen. Nach kurzer Rücksprache mit ihren Mitschülern stellt Johanna das Test-Klappfahrrad neben den Lastwagen. Die Überraschung kurz darauf ist groß. Die statt des Fahrrads in dem ausgewählten Bereich platzierten Verkehrshütchen werden von den schweren Lkw-Reifen überrollt, während Fahrer Guido Kröger mit seinem Lkw im Zeitlupentempo eine Rechtskurve fährt. Radfahrer, so die eindringliche Botschaft, sollten sich also an einer Ampel besser immer hinter einem Lastwagen, Bus oder Pkw aufhalten, um eine solch brenzlige Verkehrssituation zu vermeiden. Mit dem Merksatz „Wenn du den Fahrer im Spiegel nicht siehst, kann er dich auch nicht sehen“, hat ADAC-Moderator Albert für die Schüler noch einen weiteren wichtigen Tipp parat – es sei denn, die Fahrzeuge seien mit modernen Rückspiegeln ausgestattet, die den toten Winkel überbrücken.

 Finn ist wie viele seiner Klassenkameraden beeindruckt und gibt sein Statement bei einem Fernsehteam von RTL zu Protokoll. Norbert Wohlfahrt, der am Heikendorfer Gymnasium für die Verkehrserziehung zuständig ist, bietet an der Schule bereits seit vielen Jahren für die jungen Jahrgänge regelmäßig Verkehrserziehung in Zusammenarbeit mit der Landesverkehrswacht und dem ADAC an. Alle vier, fünf Jahre, zuletzt im Sommer 2014, findet für alle Klassenstufen zudem ein großer Verkehrssicherheitstag mit vielen verschiedenen Stationen auf dem Pausenhof der Heinrich-Heine-Schule statt.

 

 Das neue Programm Toter Winkel inklusive Praxisbeispielen mit Lkw und Moderation bietet der ADAC Schleswig-Holstein ab sofort allen Schulen kostenlos an. Nähere Informationen zu Anmeldung und Ablauf gibt es in der Verkehrsabteilung (Tel. 0431/6602128).

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