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DRK-Mitglieder stärken Vorstand den Rücken

Versammlung des Ortsvereins DRK-Mitglieder stärken Vorstand den Rücken

DRK-Ortsverein Plön will in ruhigeres Fahrwasser steuern: Der neue Vorstand um den Vorsitzenden Paul Barin und Stellvertreter Ulf Grünke ist seit zwei Tagen offiziell im Vereinsregister erwähnt. Auf einer außerordentlichen Versammlung stärkten die Mitglieder den Verantwortlichen den Rücken.

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Ungläubiges Staunen der Plöner DRK-Mitglieder über die Anschaffungen des ehemaligen Vorsitzenden Tobias Hartmann. Auch bei dessen damaligem Stellvertreter Christoph Timm (links), der bei der Aufklärung der chaotischen Verhältnisse helfen will.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Das ist neben der Sicherstellung des laufenden Betriebs des DRK-Kindergartens in der Rautenbergstraße (dort werden 70 Kinder betreut) der Kampf gegen das finanzielle Chaos, das der ehemalige Vorsitzende Tobias Hartmann hinterlassen hat.

Dessen Anschaffungen im Wert von über 100000 Euro, die – wie berichtet – einen großen Raum füllen, nahmen die Mitglieder kopfschüttelnd in Augenschein. Unter den Mitgliedern war auch Christoph Timm, der ehemalige Stellvertreter von Hartmann. Er blickte ebenfalls ungläubig auf den Berg von Baumaterial, Werkzeug, Kleinmöbeln und elektronischen Geräten. Von Anschaffungen in diesen Mengen habe er nichts gewusst, nun wolle er bei der Aufklärung helfen. Er selbst habe vor einigen Tagen Anzeige gegen Hartmann wegen Untreue erstattet. Unter diesem Eindruck war ein unmissverständlicher Beschluss der Mitgliederversammlung einstimmige Formsache: „Die Mitgliederversammlung verurteilt das Verhalten der ehemaligen Vorstandsmitglieder, und beauftragt den Vorstand, die Vorgänge während der Amtszeit des ehemaligen Vorstands aufzuklären und zivil- und strafrechtliche Schritte einzuleiten. Die Mitgliederversammlung beschließt, den DRK-Ortsverein Plön und die Trägerschaft der Kindertagesstätte aufrechtzuerhalten. Vor diesem Hintergrund betont die Mitgliederversammlung noch einmal die rechtliche Eigenständigkeit des Ortsvereins.“

Vor allem der letzte Satz birgt Zündstoff, denn die Plöner verbitten sich so jegliche Einmischung. Ein Pfeil, der in Richtung Kreisverband Ostholstein, dem Dachverband des Plöner Vereins, abgeschossen wurde, der gerne die Trägerschaft für die Kita übernehmen möchte. Die Plöner wollen also den Betrieb der Kita auf keinen Fall in fremde Hände geben und sind ganz optimistisch. „Ich glaube, dass wir in den Verhandlungen um die Finanzierung der Kita mit der Stadt Plön zu einem guten Ende kommen werden,“ so Ulf Grünke, während bei Jens-Uwe Seligmann ein wenig Skepsis anklang: Der Vater eines der dort betreuten Kinder ist DRK-Mitglied und Plöner Kommunalpolitiker. Er brachte die Situation auf eine kurze Formel: „Der Kindergarten ist erhaltenswert und die Kinder fühlen sich dort wohl. Ich schätze die pädagogische Arbeit, aber die Einrichtung muss betriebswirtschaftlich auf gesunden Beinen stehen.“

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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