17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Ein Leuchtturm für 320 Euro

Versteigerung in Behrensdorf Ein Leuchtturm für 320 Euro

Andrea Herbst kam mit der festen Absicht, das Modell zu ersteigern. Keine leichte Aufgabe, denn beim Fest zum 100-jährigen Bestehen des Leuchtturms Neuland in Behrensdorf wurde amerikanisch versteigert – den Zuschlag gab es nicht für das höchste, sondern das letzte Gebot.

Voriger Artikel
Mann kollabiert in Ostsee
Nächster Artikel
Rollerfahrer stirbt bei Unfall

Hans-Jürgen Schrubba (links) versteigerte das Leuchtturm-Modell amerikanisch - Andrea Herbst (Mittte) bekam den Zuschlag.

Quelle: Thomas Christiansen

Behrensdorf.  99 Jahre nach dem Bau des achteckigen Turms aus Rotklinker kam ein Urlauber zu Bürgermeister Heinrich Sachau und fragte, ob er ein Modell des Turms bauen dürfe. „Er wollte alles ganz genau wissen“, erklärte Sachau am Sonntag beim Jubiläumsfest. Ursprünglich wollte der Urlauber das Modell für seine Miniaturwelt in der Oberlausitz haben, doch die Gemeinde bezahlte ihm seine Arbeit und nahm das Modell selbst, um es beim Jubiläumsfest versteigern zu können.

 Auktionator Hans-Jürgen Schrubba hatte zunächst immer wieder zwei Euro gefordert, bis ein Foto des Turms nach insgesamt 60 Euro einen neuen Besitzer fand. Als es um das Modell ging, erhöhte Schrubba: „Weil der natürlich mehr wert ist, manchen wir jetzt 5er-Schritte – ist auch einfacher, braucht man kein Kleingeld.“

 Nach sehr zögerlichem Beginn zeigte sich, dass einige mit vielen Fünf-Euro-Scheinen vorbereitet waren. Kurz bevor Schrubba „zum Dritten“ sagen konnte, wurde der nächste Schein gezückt. Immer wieder dabei Andrea Herbst. Schließlich erhielt sie den Zuschlag – als insgesamt 320 Euro in der Kasse waren.

 „Das war teuer“, sagte Andrea Herbst später. Mit 100 Euro war sie dabei. „Mein Mann wollte das Modell unbedingt haben, aber der hatte selbst keine Zeit“, erklärte die Besitzerin eines Ferienhauses in Behrensdorf.

 Neben der Auktion und der Möglichkeit, auf den Turm zu steigen war auch der Sonderstempel bei der Post sehr begehrt. Nicht nur für Urlaubskarten wird die nur 2006 produzierte Sondermarke mit dem Leuchtturm Neuland gern genutzt. „Die haben wir extra im Keller gelassen für heute“, erklärte Dieter Stephan vom „Team Erlebnis: Briefmarken“ der Post.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3