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Basis für Breitbandausbau gelegt

Vertrag mit der Deutschen Glasfaser Basis für Breitbandausbau gelegt

Die Bürgermeisterwahl war keine 24 Stunden her, da wurde deutlich, wer in Plön tatsächlich die Entscheidungen trifft. Der amtierende Bürgermeister Jens Paustian unterzeichnete am Montag die Grundvereinbarung über den Ausbau der Breitbandversorgung im Stadtgebiet mit der Deutschen Glasfaser.

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Deutsche Glasfaser Unternehmenssprecherin Gerda Johanna Meppelink und Plöns Bürgermeister Jens Paustian unterzeichneten die Grundvereinbarung über den Ausbau eines Glasfasernetzes für die Breitbandversorgung im Stadtgebiet. Als Zeugen beäugen Bürgervorsteher Dirk Krüger sowie Regionalmanager Roland Nussbaumer und Projektleiter Eike Stürzenbacher die Szene.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Paustian setzte damit den entsprechenden Beschluss der Ratsversammlung und des Hauptausschusses um.

Die Deutsche Glasfaser (DG) sei das einzige Unternehmen gewesen, das auf das Markterkundungsverfahren reagiert und sein Interesse angemeldet habe, erläuterte Paustian. In einigen nicht öffentlichen Gesprächsrunden im Hauptausschuss hätten der DG-Regionalmanager Roland Nussbaumer und DG-Projektleiter Eike Stürzenbacher das Unternehmen vorgestellt und den Zuschlag erhalten. Nach der Vertragsunterzeichnung, die der Deutschen Glasfaser das Verlegen der Kabel auf städtischem Grund erlaube, werde schnellstens mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen, verriet Unternehmenssprecherin Gerda Johanna Meppelink. Wobei man wegen der jetzt beginnenden Sommerferien die erste Werbeveranstaltung wahrscheinlich Ende August ausrichten werde. Dabei sollen die Vorzüge eines echten Glasfaseranschlusses bis ins Haus (Fibre to the home : FTTH) im Vergleich zu Kupferkabeln und Hybridlösungen in Bezug auf Datengeschwindigkeit und Übertragungsqualität verdeutlicht werden. Selbst aktuell mögliche 100 M-Bit-Anschlüsse – in den meisten Bereichen Plöns sei das Netz wesentlich langsamer – würden in fünf Jahren für den ständig wachsenden Datenfluss nicht mehr ausreichen, prognostizierte Nussbaumer. Und irgendwann stoße die alte Technik einfach an seine physikalischen Grenzen. „Glasfaser fängt da an, wo Kupfer aufhört und ist das Medium der Zukunft.“

Sobald für über 40 Prozent der rund 4500 Plöner Haushalte eine verbindliche Zusage vorliege, sich anschließen zu lassen, würde der Ausbau beginnen – wobei eine Investitionssumme von sechs bis acht Millionen Euro veranschlagt wird. „Ich gehe davon aus, das wir diese Quote zügig erreichen und sogar übertreffen werden“, sagte Nussbaumer mit Blick auf den Raum Segeberg, wo man bis zu 80 Prozent der Haushalte erschließe. Ähnliches erhoffe man sich für den Kreis Plön. „Die Stadt Preetz hat übrigens in enger Abstimmung mit uns den gleichen Vertrag abgeschlossen“, betonte Paustian. Plöns künftiger Bürgermeister Lars Winter bedauerte diese Entwicklung. „Ich hätte mir eine Beteiligung der Stadtwerke gewünscht und kann mir diese immer noch sehr gut vorstellen“, so Winter. Aus dem laufenden Verfahren heraus halte er die Entscheidung des Hauptausschusses aber für nachvollziehbar.

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