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Waldstraße bis Dezember fertig

Hohwacht Waldstraße bis Dezember fertig

Die ersten Meter sind geschafft. Die Bauarbeiten am Rohrnetz unter der Waldstraße in Hohwacht haben begonnen. Klingt wie eine Routineangelegenheit, doch Bürgerkritik begleitete monatelang die dringend notwendige Sanierung der Netze.

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Die Bauarbeiten in der Waldstraße in Hohwacht haben begonnen. Die umfassende Erneuerung der Rohrleitungen und der Straßendecke trifft bei einigen Bürgern auf wenig Sympathie.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Hohwacht. Es liegt auch jetzt eine gewisse Spannung in der Luft. Als die Bauarbeiter am ersten Tag ihre Maschinen aufstellten, klatschten genervte Anwohner hämischen Beifall. Sie störte der Baulärm. Der ist vor allem für Urlauber ein Problem, die sich in der Waldstraße eingemietet haben, von den Arbeiten aber nichts wussten. Besonders hart traf es dabei einen Gast aus Dortmund. Er war mit seiner Frau bewusst in den Urlaub gefahren, weil bei ihm zu Hause gerade das Bad saniert wird und er keine Lust auf Lärm hatte. Eine „ruhige Lage“ war ihm in der Werbung versprochen worden. In der Waldstraße fahren nun Bagger und große Rüttelplatten an seinem Ferienhaus vorbei.

 Die Waldstraße ist eine weitere Etappe der großflächigen Sanierung der unterirdischen Rohrleitungen in Hohwacht, die zum Teil noch aus den 1950er-Jahren stammen. Die Stadtwerke Lütjenburg kümmern sich um Wasser und Abwasser in der Gemeinde. Vor 13 Jahren begannen sie, die Netze zu erneuern. Mit Rücksicht auf die Urlauber geschieht das immer erst nach der Sommersaison. Die Abwasser- und Regenrohre sind in einem extrem schlechten Zustand. Die Leitungen sind nach Angaben des zuständigen Ingenieurs Steven Eisner (Büro IBE) teilweise zusammengebrochen.

 In der Waldstraße verlegen Arbeiter der Firma Strabag nun neue Rohre für Wasser, Abwasser und Regenwasser. Hinzukommt ein Leerrohr, das später ein Glasfaserkabel aufnehmen kann. Zum Schluss erhalten Gehweg und Straße einen neuen Belag aus Pflastersteinen. Bis Dezember soll alles fertig sein.

 Die Kritik an dem Ausbau riss in der Vergangenheit nicht ab. Anwohner zweifelten daran, dass auf gesamter Straßenbreite gegraben werden muss, um Rohre und Hausanschlüsse zu erneuern. Selbst den sachlichen Erklärungen der Ingenieure schenkten sie keinen Glauben. Andere stießen sich daran, dass Pflastersteine und kein Asphalt auf die Straßendecke kommt. Auch dass sie Anliegerbeiträge zahlen müssen, schmeckte vielen nicht. Die Gemeinde kann von ihren Kosten (Straße und Gehweg, Regenwasser, Nebenkosten) in Höhe von rund 476000 Euro 53 Prozent auf die Anwohner umlegen. Hohwacht geht dabei rücksichtsvoll mit den Bürgern um: Für eine Anliegerstraße wie die Waldstraße dürfte die Gemeinde sich eigentlich 85 Prozent wieder hereinholen.

 Ende 2017 rücken die Bagger zu den restlichen Straßenzügen in der Hohwachter Vogelsiedlung an. Später folgen noch Eckrehm und Soltwisch.

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