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45 Kilometer über die Schwentine

Wanderfahrt 45 Kilometer über die Schwentine

Ruhiges Wetter, wenig Wind, nicht zu heiß: Kanusportler freuten sich über die guten Bedingungen bei der 43. Klausdorfer Schwentinewanderfahrt. Insgesamt gut 200 Kanuten machten sich am Sonnabend von Eutin, Plön oder Preetz auf nach Klausdorf.

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Mit 1,5 Jahren war Lars Anton der jüngste Teilnehmer der Schwentinewanderfahrt – im Boot mit Mama Johanna und Papa Sascha Röstel, beides erfahrene Kanuten.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Der jüngste Teilnehmer dürfte dabei der eineinhalbjährige Lars Anton gewesen sein. Er fuhr mit Mama und Papa im Zweierkajak. Johanna und Sascha Röstel sind erfahrene Kanuten, die selbst schon seit Jahren extra aus Hamburg zur Wanderfahrt anreisen. Früher, ohne Kind, sind sie immer von Eutin aus gestartet und haben die Strecke auch schon einmal unter fünf Stunden geschafft. Jetzt, mit Lars Anton an Bord, der natürlich eine Schwimmweste trug und mit Mama in der Luke sitzen durfte, sind sie etwas kürzer getreten und haben in Preetz eingesetzt: „Es war seine erste längere Strecke.“ Der Junior hat offensichtlich alles gut überstanden und findet besonderen Gefallen am Rad des Bootswagens, den das Paar wie alle anderen mitführt. Denn ohne das Hilfsmittel ist die Strecke über Land vorbei an den Raisdorfer Wasserkraftwerken kaum zu schaffen. Zur Steigerung der Motivation gibt es unterwegs einen Obststand.

 Wer die 45 Kilometer von Eutin bis Klausdorf schaffen will, muss früh aufstehen – und das taten die meisten auch: „Als ich dort um acht Uhr ankam, waren schon 15 Boote auf dem Wasser“, berichtet Organisator Thomas Kolb. Insgesamt wählten rund 30 Teilnehmer diese Strecke. Der Großteil, etwa 120 Kanuten, setzte in Plön ein, von dort sind es noch 30 Kilometer. Letzte Start-Möglichkeit ist das Preetzer Kanuheim. Die haben Stefan Möller und weitere Teilnehmer des Paddel-Anfängerkurses des TSVK für ihre erste Teilnahme genutzt und die 14 Kilometer ohne Probleme geschafft: „Wir haben alle gewusst, wie es geht.“

 Ursprünglich war die Veranstaltung eine Rallye, bei der es auch um Zeit ging. „Das war ein Hype in den 70er-Jahren“, sagt Thomas Kolb. Die Teilnehmerzahlen waren damals mit einem Spitzenwert von bis zu 1180 viel höher. Dabei gab es jedoch auch unschöne Begleiterscheinungen: „Es kam zu Gedrängel an den Übersetzstellen“, erinnert er sich. Heute sei der Hype vorbei. „Die Leute sagen sich: Dann kann ich auch gleich Rennsport machen. Ich will lieber gemütlich paddeln.“

 Seit 1994 ist die Tour eine reine Wanderfahrt, bei der man den Teilnehmern aber Service wie den Rücktransport mit dem Bus zum eigenen Fahrzeug und die Möglichkeit, am Kanuheim zu zelten, bietet. Und am Sonntag gibt es eine geführte Fahrt auf der Kieler Förde – „ein Angebot besonders für Leute aus dem Binnenland, die damit keine Erfahrung haben, es aber gerne einmal ausprobieren wollen“, so Kolb. Teilnehmen darf man allerdings nur mit abgeschottetem Seekajak und Schwimmweste.

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