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Sperrung sorgt für Lob und Tadel

Wankendorf Sperrung sorgt für Lob und Tadel

Bei den Eltern der Grundschüler und der benachbarten Kita in Wankendorf hat sich die Sperrung des Schulwegs offenbar weitgehend herumgesprochen.

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Ordnungsamtsmitarbeiter Don Chang arretierte den Pfosten, der zusammen mit Betonringen die Durchfahrt blockiert.

Quelle: Sven Tietgen

Wankendorf. Nur vereinzelt steuerten Mütter oder Väter ihre Autos am Mittwochmorgen in die schmale Straße, die von der Gemeinde in Höhe der Kita mit Betonringen und Pfählen dichtgemacht wurde. Auf einhellige Zustimmung stieß die neue Sackgassenregelung vor Ort aber nicht.

Kritik an der Sperrung

Nadine Danker wurde von der Absperrung, die am Dienstag vom gemeindeeigenen Bauhof auch in der Steigkoppel und damit der Verlängerung des Schulwegs installiert wurde, kalt erwischt. Sie fuhr ihren Wagen bis kurz vor die Kita und brachte die beiden kleinen Kinder ihrer Freundin in die DRK-Einrichtung. Grundsätzlich findet die Schillsdorferin die von der Gemeinde beschlossene Regelung in Ordnung. „Meine Freundin hat aber noch ein drittes Kind, alle sind ein bis fünf Jahre alt, sie kann doch mit den Kleinen nicht über den ganzen Schulhof laufen“, sagte Nadine Danker. Kritik an der Sperrung kam auch von Kai Ritzmann. Der Wankendorfer stellte seinen Wagen in der Dorfstraße ab und begleitete seine drei Kinder zur Grundschule und zur Kita. „Bei mir ist es zeitlich sehr knapp, vor 17 Uhr kann ich die Kinder nicht abholen, damit müssen die Erzieher auch länger arbeiten“, argumentierte Ritzmann.

"Düsen im vierten Gang"

Volle Zustimmung zu den Absperrungen, die für mehr Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern sorgen soll, kam von Emily Engels. Mit ihrer Tochter Hanna stieg sie aus dem Wagen, den sie an der Steigkoppel abgestellt hatte. Sie erinnerte sich, dass die Sperrung der beiden Zuwegungen schon Thema in Wankendorf war, als sie zur Schule ging. „Dabei sind das nur ein paar Meter mehr, das kann man doch gut laufen.“ Richtig glücklich war Alina Eggers, die ihre Kinder zu Fuß zur Schule brachte. „Für uns ist das perfekt, bislang war es teilweise richtig gefährlich, einige fuhren hier sehr schnell durch“, erklärte Eggers.

Eine Anwohnerin hat Ähnliches beobachtet: „Die düsen hier manchmal im vierten Gang durch den Schulweg.“ Unumkehrbar ist die neue Regelung nicht – die Gemeinde spricht von einer Probephase und will Erfahrungen sammeln. Mit der Müllabfuhr hat es bereits geklappt: Die Müllwerker haben einen Dreikantschlüssel dabei, mit denen sie die Sperrpfosten entriegeln und umlegen können. ti

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