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Alter Bahnhof wechselt den Besitzer

Wankendorf Alter Bahnhof wechselt den Besitzer

Das lange gehütete Geheimnis um den Käufer des alten Bahnhofs in Wankendorf ist gelüftet. Hermann-Josef Miele heißt der neue Besitzer des historischen Gebäudes, 50000 Euro wurde mit der Gemeinde als Kaufpreis vereinbart.

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Bürgermeisterin Silke Roßmann übergibt symbolisch den Schlüssel an den neuen Eigentümer: Offizielle Übergabe des Gebäudes an Hermann-Josef Miele ist am 1. Januar.

Quelle: Sven Tietgen

Wankendorf. Miele plant in den Bahnhofsräumen Seminare und Medienproduktionen, seine Lebenspartnerin Anne Abdel Meguid will dort Praxisräume einrichten. Das Heimatmuseum der VHS kann bleiben – bis zu zehn Jahre lang.

 Das Bleiberecht für das Museum im Nutzungskonzept von Hermann-Josef Miele hatte in den Vertragsverhandlungen mit der Gemeinde den Ausschlag gegeben. „Wir freuen uns besonders, dass der neue Eigentümer von sich aus den Vorschlag gemacht hatte“, erklärte Bürgermeisterin Silke Roßmann bei der symbolischen Schlüsselübergabe am Montag. In dem um 1900 errichteten Bahnhof will der IT-Berater und Projektmanager Seminare veranstalten sowie ein Ton- und Videostudio für die Produktion von Online-Medien im Bereich ganzheitliche Gesundheit einrichten. Anne Abdel Meguid plant, mit ihrer bislang in der Wankendorfer Dorfstraße ansässigen Physiotherapie-Praxis Gesundheitspunkt in den Bahnhof zu ziehen.

 Um den Bahnhof hatte sich Miele vor allem aus persönlichen Gründen bemüht. „Ich bin ein Eisenbahn-Fan, am Bahnhof hängt viel Herzblut“, bekannte der 60-jährige Wankendorfer. Seine Familie ist eng mit Zügen und Gleisen verbunden, Mieles Vater war bei der Bahn beschäftigt. Dass im Spätsommer während der Kaufverhandlungen der Bahnhof plötzlich unter Denkmalschutz gestellt wurde, schreckte den Internetfachmann nicht ab. Die 220 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten sollen saniert werden, die Grundstruktur der Räumlichkeiten bleibt aber erhalten. Die Wohnung im Obergeschoss bleibt vermietet, unten kann die VHS die Räume mit dem Heimatmuseum weiter betreiben. Dafür zahlt die Einrichtung weiter die Betriebskosten. Gruppen wie das Flüchtlings- sowie das Elterncafé können laut Silke Roßmann zukünftig die Räume im Awo-Bürgertreff nutzen. „Wir finden es sehr schön, dass die Öffentlichkeit über das Heimatmuseum sowie den Angeboten des Gesundheitpunkts weiterhin Zugang zum Bahnhof hat“, betonte die Bürgermeisterin. Mit dem Verkauf hat sich die Gemeinde eines Gebäudes mit hohem Sanierungsbedarf entledigt. Vor allem wegen der auf 150000 Euro geschätzten Sanierungskosten beschloss die Gemeindevertretung im April den Verkauf. Die Nachfrage war groß: 13 Interessenten beteiligten sich an dem nichtöffentlichen Bieterverfahren für das 1428-Quadratmeter-Grundstück, fünf Bieter kamen in die engere Wahl.

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