16 ° / 13 ° Sprühregen

Navigation:
Warnau will für Leerstand nicht zahlen

Kinderkrippe Kirchbarkau Warnau will für Leerstand nicht zahlen

Die Gemeinde Warnau wird dem Vorschlag der Amtsverwaltung Preetz-Land nach einer solidarischen Verteilung der Leerstandskosten in der Kinderkrippe Kirchbarkau aus 2014 nicht folgen.

Voriger Artikel
Es geht in die schönsten Ecken
Nächster Artikel
Bücherei wird aufgewertet

Im Warnauer Dorfgemeinschaftshaus hat auch das Montessori Kinderhaus sein Domizil, das von Karen Besold geleitet wird. Um die moderne Heizung auch für diesen Raum nutzen zu können, war eine Investition von rund 3500 Euro nötig, für die die Gemeinde einen Kredit aufnehmen musste.

Quelle: Anne Gothsch

Warnau. Die entsprechende Beschlussvorlage des Amts wurde nach Informationen des Warnauer Bürgermeisters Karl Oberem auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung mit sieben Nein-Stimmen, einer Ja-Stimme und einer Enthaltung abgelehnt.

 Wie berichtet, verfügt die von elf Gemeinden getragene Einrichtung seit Anfang 2014 über 15 Krippenplätze, die im ersten Jahr nur etwa zur Hälfte ausgelastet waren. Das hatte zu einem Defizit von insgesamt fast 70000 Euro geführt.

 Warnau hatte 2014 keine Kinder in der Einrichtung, hätte sich also eigentlich auch nicht an den Leerstandskosten beteiligen müssen. Weil andere Gemeinden mit den Nachforderungen um so mehr belastet sind, hatte das Amt Preetz Land eine solidarische Kostenverteilung nach der jeweiligen Finanzkraft der Kommunen vorgeschlagen. Danach hätte Warnau rund 6100 Euro zahlen müssen. Bereits in der vorangegangenen Sitzung hatten Kommunalpolitiker darauf aufmerksam gemacht, dass die Gemeinde damit vertragswidrig handeln würde. „Außerdem haben wir das Geld schlichtweg nicht. Unsere Jahresrechnung 2015 weist einen Fehlbetrag von knapp 30000 Euro aus, auch in diesem Jahr werden wir den Haushalt nicht ausgleichen können“, erklärte Oberem. Er kritisierte erneut, dass das Land die Kommunen bei der Finanzierung der gesetzlich geforderten Kinderbetreuung nicht nur allein lasse, sondern sogar noch gegeneinander ausspiele. „Ich werde mich gegenüber meinen Bürgermeister-Kollegen heftig rechtfertigen müssen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3