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Weichen für neuen Zug gestellt

Preetz Weichen für neuen Zug gestellt

Preetz hofft auf einen neuen Pendelzug, der eine dritte Verbindung pro Stunde nach Kiel schaffen soll. Außerdem soll ein zusätzlicher Haltepunkt gebaut werden. Doch Ascheberg ist mit dem Konzept von Nah.SH für eine veränderte Bahntaktung zwischen Kiel und Lübeck noch nicht zufrieden.

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Ein zusätzlicher Haltepunkt in Preetz für den Pendelzug könnte am Glindskoppeltunnel entstehen.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. In der Sitzung des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau in Preetz erläuterte Fritz Lehmann, in der Stadtverwaltung zuständig für Straßen- und Bautechnik, den neuen Stand zur Ertüchtigung der Bahnstrecke zwischen Kiel und Lübeck. Im Moment mache Nah.SH noch nicht offensiv Werbung für die neue Taktung. Grund seien Proteste aus der Gemeinde Ascheberg, die dann keinen 30-Minuten-Takt mehr habe. Zurzeit liefen noch Gespräche zwischen Bahn und Gemeinde, so Lehmann. Deshalb gebe es noch keine verbindlichen Aussagen für Preetz. „Das Projekt könnte noch kippen, aber wir gehen fest davon aus, dass der dritte Zug kommt.“

 Dafür werde dann eine dritte Bahnsteigkante erforderlich. „Dafür muss man aber kein neues Gleis legen, sondern nur einen bestehenden Bahnsteig verlängern und neue Weichen einbauen“, so Lehmann. Damit bleibe auch der stark genutzte Park-and-Ride-Platz unverändert. Der ins Auge gefasste Haltepunkt an den Schulen werde allerdings wohl nicht umgesetzt werden können. „Aus Gründen der Taktung ist ein zusätzlicher Halt südlich des Bahnhofs nicht realisierbar“, erklärte er. Eine zusätzliche Station könne aber nördlich eingerichtet werden. Mögliche Standorte seien an der Pohnsdorfer Straße (wegen der Nähe zur Klinik) und am Glindskoppeltunnel. Die kurze Distanz zwischen Bahnhof und Pohnsdorfer Straße sei für den Pendelzug kein Problem, betonte Lehmann.

 Bis 2018 wolle die Bahn die neue Taktung umgesetzt haben. Für die damit verbundene Ertüchtigung soll die Strecke zwischenzeitlich voll gesperrt werden. Bis dahin sollte auch Preetz so weit sein, dass alle erforderlichen Maßnahmen umgesetzt werden könnten. Während die Bahn für die Gleise zuständig sei, müsse die Stadt die Kosten für neue Zufahrt, Parkplatz, Fahrradunterstand und weitere Infrastrukturmaßnahmen tragen. Dafür gebe es allerdings einen Zuschuss von 75 Prozent. Es wäre sinnvoll, für 2017 entsprechende Haushaltsmittel einzustellen, regte Lehmann an. 10000 Euro seien bereits für dieses Jahr eingeplant gewesen und könnten in den Etat 2017 überführt werden, lautete ein Vorschlag aus dem Ausschuss.

 „Sobald offiziell verkündet wird, dass der dritte Zug kommt, können wir loslegen“, so Lehmann. Jörg Fröhlich (BGP) meinte, dass die Stadtvertretung aber schon vorher entscheiden könne, wo der zusätzliche Haltepunkt eingerichtet werden soll. Thomas Janßen (SPD) sah eine Zwickmühle für Preetz: „Es kann sein, dass wir Planungsmittel umsonst ausgeben.“ Man müsse ja noch kein Planungsbüro beauftragen, entgegnete Henning von Schöning (Bündnis 90/Die Grünen). Die Verwaltung könne doch schon Vorarbeit leisten. Auch Ausschussvorsitzender Norbert Maroses betonte, dass die Verwaltung Vor- und Nachteile der Standorte bis zur nächsten Sitzung auflisten könne. Von Schöning erklärte, dass die Einstellung von Haushaltsmitteln als wichtiges Signal nach außen zu sehen sei: „Preetz will den Haltepunkt und fängt schon an zu planen.“

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