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Grebin überholt klassische Anbaugebiete

Wein aus dem Norden Grebin überholt klassische Anbaugebiete

Auch wenn Klagen übers Wetter zum guten Ton gehören: In diesem Jahr leben die Schleswig-Holsteiner verglichen mit den anderen Bundesländern auf der Sonnenseite der Republik. Davon profitiert auch der Weinanbau. In Grebin wächst offenbar ein besserer Jahrgang heran als in den klassischen Weinanbaugebieten.

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Auf dem Weinberg von Winzer Steffen Montigny unterhalb der Grebiner Mühle wachsen die Rebsorten Regent und Reberger, die in der Holsteinischen Schweiz bessere Wachstumsbedingungen haben als in die klassischen Weinanbaugebieten – jedenfalls in diesem Jahr.

Quelle: Simone Malgadey-Chemnitz

Grebin. „Die Kombination aus Sonne und Regen ist in Schleswig-Holstein in diesem Jahr ideal“, so Winzer Steffen Montigny, der in Grebin einen zwei Hektar großen Weinberg bewirtschaftet. Das sonnige und trockene Wetter im April und im Mai habe den Wein zur gleichen Zeit wie im Süden blühen lassen, zwei Wochen früher als normal. „Wir erleben die beste Vegetation der vergangenen sechs Jahre“, so ein begeisterter Steffen Montigny, der nun hofft, dass während der Reifephase der Beeren im August und September das Wetter weiter mitspielt.

 Wie gut der Wein letzten Endes ist, wird sich zeigen, wenn der „So mookt wi dat“ Jahrgang 2016, der aus den beiden in Grebin gepflanzten Sorten Regent und Reberger (eine Neuzüchtung aus den Sorten Regent und Lemberger) gekeltert wird, Mitte kommenden Jahres in den Geschäften (unter anderem in allen Famila-Filialen und vielen Markant-Märkten) erhältlich sein wird.

 Die Prognose für Montignys Hauptweingut in Bretzenheim an der Nahe fällt nicht ganz so optimistisch aus: Nach einem langen, kühlen Frühjahr und einem trockenen und kühlen Mai sei die Vegetation auf der 34 Hektar großen Anbaufläche nur schwer in Gang gekommen. Nach Pfingsten habe es vier Wochen nahezu ohne Unterbrechung geregnet. „Die Niederschlagsmenge im ersten Halbjahr 2016 war so groß wie sonst im ganzen Jahr: 400 Liter pro Quadratmeter von Januar bis Ende Juni 2016, im vergangenen Jahr fielen insgesamt 430 Liter“, so Montigny.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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