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Weiter Widerstand gegen Fracking

Probstei Weiter Widerstand gegen Fracking

Trotz des Rückzuges von PRD Energy hält der Widerstand in der Probstei gegen Fracking an. „Wir möchten weiterhin für Aufmerksamkeit sorgen“, sagt Erik Christensen, Vorsitzender des Umweltbeirats Probsteierhagen. Auch der Arbeitskreis Frackingfreie Probstei setzt seine Proteste fort.

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Der wohl größte gelbe Stuhl als Ausdruck des Widerstands gegen Fracking steht am Ortseingang von Laboe.

Quelle: Thomas Christiansen

Probsteierhagen. Die Gefahren für das Grundwasser durch Fracking, aber zum Beispiel auch die Folgen für Grundstückseigentümer und den Immobilienmarkt ließ sich der Umweltbeirat auf seiner Sitzung noch einmal ausführlich von Frank Tietgen und Reinhard Knof von der Bürgerinitiative Frackingfreier Kreis Plön schildern. Fracking ist eine Methode zur Gewinnung von Erdgas und Erdöl aus tieferen Schichten, bei der eine mit chemischen Stoffen versetzte Flüssigkeit in Gesteinsschichten gepresst wird.

 Tietgen und Knof machten deutlich, dass ihrer Ansicht nach nicht nur wirtschaftliche Gründe, sondern vor allem der Widerstand in der Bevölkerung für den Rückzug gesorgt habe. Die Firmen hätten sich vor allem dort zurückgezogen, wo der Widerstand besonders groß war. Christensen betonte, dass es auch darum geht, weiterhin Solidarität gegenüber der Nachbargemeinde Prasdorf, nach der ein Feld benannt ist, zu zeigen.

 Der Prasdorfer Bürgermeister Matthias Gnauck wiederum wies auch auf die notwendige Solidarität zu Schwedeneck hin, wo die Dea Erdöl fördern möchte. „Das Thema ist noch nicht vom Tisch“, meint Gnauck.

 Auch der Arbeitskreis Frackingfreie Probstei sieht keinen Anlass zur Entwarnung. „Nach dem Rückzug des kanadischen Energiekonzerns PRD Energy kann das Feld Prasdorf vom Landesbergbauamt Clausthal-Zellerfeld jederzeit wieder vergeben werden“, fürchtet Sprecherin Friederike Sundhoff aus Krokau. Außerdem sei das Trinkwassereinzugsgebiet der Probstei geologisch mit den vom Fracking bedrohten Gebieten um Preetz, Plön und auch der Region Schwedeneck verbunden.

 Als sichtbares Zeichen des Widerstands hatte der Arbeitskreis im Juni die Aktion mit gelben Stühlen ohne Sitzfläche und der Aufschrift Kein Platz für Fracking gestartet. Inzwischen stehen zahlreiche solcher Stühle in den Dörfern der Probstei und auch darüber hinaus – zum Beispiel in Heikendorf. „Diese Unterstützung unserer Arbeit ist großartig“, freut sich Sundhoff.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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