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Weiterer Rückgang der Straftaten

Kreis Plön Weiterer Rückgang der Straftaten

Die gefühlte Sicherheitslage im Kreis Plön ist eine andere, als die, die sich in nüchternen Zahlen der Polizei widerspiegelt. Der Leiter der Polizeidirektion Kiel, Thomas Bauchrowitz, rechnet 2015 mit einem weiteren Rückgang der Straftaten im Kreis. Eine Tendenz, die seit 2007 anhält.

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Die Polizei auf Streifenfahrt: 2015 dürfte die Zahl der Straftaten im Kreis Plön erneut gesunken sein.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Wie Bauchrowitz und sein Stellvertreter Frank Matthiesen im Polizeibeirat erläuterten, gibt es allerdings eine Ausnahme, die auch die Polizei mit Besorgnis sieht: Einbrüche. Hier registrierten die Beamten wie überall in Schleswig-Holstein einen Anstieg vor allem bei den versuchten Einbruchsdiebstählen. Ein Schwerpunkt liegt dabei in den Ostufergemeinden im Kreis Plön. Dahinter verbergen sich nach Einschätzung von Matthiesen Intensivtäter, die von außerhalb stammen. Den örtlichen Täter, der in seiner Nachbarschaft auf Einbruchstour gehe, gebe es fast nicht. Dagegen steht bei Einbrüchen eine Aufklärungsquote von nur etwa zehn Prozent. Die Polizeidirektion Kiel versucht mit zusätzlichen Zivilstreifen, den Langfingern auf die Spur zu kommen. Welche Taktiken die Polizei dabei anwendet, verriet Bauchrowitz den Mitgliedern des Beirates aus Sicherheitsgründen allerdings nur in nicht-öffentlicher Sitzung.

 Werner Kalinka (CDU) bezweifelte, dass es tatsächlich immer weniger Straftaten im Kreis Plön gebe. Er geht davon aus, dass die Bürger viele Verbrechen erst gar nicht anzeigen würden. Sie rechneten schon nicht mehr mit dem Erfolg einer Anzeige. Daher sei neben den offiziellen Zahlen von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. „Ich erlebe bei den Menschen im Kreis Plön ein starkes Gefühl der Verunsicherung“, so Kalinka.

 Die Statistik 2015 über die Kriminalität im Kreis Plön wird im März bekannt gegeben. Der Kreis war in der Vergangenheit immer die sicherste Region in Schleswig-Holstein.

 Bauchrowitz sorgt sich derzeit um die hohe Belastung seiner Beamten wegen zahlreicher Sondereinsätze. „Die Belastung war 2015 so hoch wie nie zuvor.“ Polizisten aus Kiel und dem Kreis Plön sicherten vergangenes Jahr beispielsweise das G7-Treffen in Lübeck oder den Besuch des israelischen Präsidenten. Dazu kommt die regelmäßige Überwachung der Fußballfans. 73000 Stunden Dienst leisteten die Beamten in diesen besonderen Einsätzen, die über den regulären Streifendienst hinausgehen. Ein Jahr zuvor waren es erst 58000 Stunden. Bauchrowitz: „2015 war ein harter Ritt.“ Der Polizei-Chef ging auch auf die neuesten Ankündigungen des Innenministeriums ein, neue Stellen bei der Polizei zu schaffen. Vor wenigen Monaten habe man noch über einen Abbau beim Personal gesprochen. Nun kämen neue Beamte hinzu. Das sei eine Situation, an die er sich auch erst einmal gewöhnen müsse, so Bauchrowitz. Damit dürfte die Polizei wieder verstärkt in die Verkehrsüberwachung und in Geschwindigkeitskontrollen einsteigen. Diese ruhten wegen der Flüchtlinge. Die Beamten des Bezirksreviers rückten nicht mehr mit ihren Messwagen aus, sondern kümmerten sich um die Menschen in den Unterkünften. Nun sollen für die sechs Polizisten, die für die Landesunterkunft in Lütjenburg abgestellt sind, sechs neue Kollegen hinzukommen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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