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Übung für den Küstenschutz

Wendtorf Übung für den Küstenschutz

Gefährliches Hochwasser gibt es nicht nur an der Nordsee – dies machte der Einsatz in Behrensdorf im November 2010 deutlich. Seitdem arbeiten Wolfgang Jensen, Deichexperte des Landesbetriebs Küstenschutz (LKN), und die Kreisfeuerwehr Plön zusammen, um das nächste Mal besser vorbereitet zu sein.

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Hier probt die Feuerwehr Schellhorn das Sandsack-Befüllen – eine schweißtreibende Angelegenheit.

Quelle: Andrea Seliger

Wendtorf. Am Sonnabend lernten 200 Feuerwehrleute auf dem LKN-Gelände in Wendtorf, wie man kraftsparend Sandsäcke füllt, transportiert, verbaut und worauf es sonst noch ankommt: „Sie werden über keinen Deich einfach mehr spazieren gehen. Sie werden ihn als Deichverteidiger sehen“, versprach Jensen zur Einführung.

 „Damals in Behrensdorf waren es null Grad – heute ist das natürlich viel angenehmer“, stellt Olaf Meier-Lürsdorf fest, während er den Schellhornern beim Sandschaufeln zusieht. Der stellvertretende Kreiswehrführer war wie viele andere bei dem Katastropheneinsatz damals dabei, Vergleiche werden immer wieder gezogen. Abgesehen von der Temperatur, die nicht zu beeinflussen ist, würde heute vieles anders laufen. Wie künftig im Notfall, wurden zur Übung zeitversetzt ein Teil der 29 kommunalen Ergänzungszüge alarmiert, die so ausgewählt sind, dass nicht ganze Ämter ohne Einsatzkräfte zurückgelassen werden. „In zwei Jahren sind wir durch“, sagte Meier-Lürsdorf – dann haben die LKN-Mitarbeiter alle Züge in den Grundbegriffen des Küstenschutzes geschult. Neben den praktischen Handgriffen geht es für die Einsatzleitung dabei auch um logistische Fragen wie die Beschaffung von ausreichend Material: „Mit 1000 Sandsäcken kommt man nicht weit“, so Meier-Lürsdorf.

 Die 16 Mitarbeiter des Landesbetriebs Küstenschutz für den Ostsee-Bereich, Bürokräfte inklusive, betreuen 78 Kilometer Deich und 50 Kilometer vorgelagertes Deckwerk (Wellenbrecher). Theoretische Schulungen führen sie überall durch, eine so intensive Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und LKN gebe es an der Ostsee aber bisher nur im Kreis Plön. Mit Ostholstein sei man jedoch im Gespräch, so Jensen. Die erlernten Fähigkeiten sind universell einsetzbar: So kann es sein, dass bei einem Hochwasser an Nordsee oder Elbe zur Verstärkung auch Kräfte aus dem Kreis Plön angefordert werden müssen. Und dass Hochwasser nicht nur an der Küste vorkommt, wurde den Feuerwehrleuten zuletzt bei den Dauerregen vor Weihnachten deutlich.

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