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Werner Kalinka will in den Bundestag

CDU-Kreisvorsitzender Werner Kalinka will in den Bundestag

Die Bundestagswahl im Herbst 2017 entwickelt schon bei der Kandidatenkür viel Spannung. Auch der Plöner CDU-Kreisvorsitzende Werner Kalinka hat die Bereitschaft erklärt, für seine Partei im Wahlkreis Plön/Neumünster antreten zu wollen. Er ist Bewerber Nummer vier.

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Werner Kalinka (CDU) wirft für die Bundestagswahl den Hut in den Ring.

Quelle: Privat

Plön. Kalinka kandidiert eigentlich bereits für den Landtag im Wahlkreis Plön-Nord. Der 64-Jährige aus Dobersdorf kündigte aber an, im Falle seiner Nominierung für die Bundestagswahl nicht mehr für die Landtagswahl im Mai 2017 zur Verfügung zu stehen. Die Partei müsste dort einen neuen Kandidaten aufstellen.

 Die CDU kürt ihre Kandidaten traditionell in einer Urwahl, an der alle Mitglieder teilnehmen dürfen. Diese Wahlkreismitgliederversammlung ist für Freitag, 14. Oktober, 20 Uhr, in der Uttoxeter-Halle in Schwentinental einberufen. Die Abstimmung dürfte sich zwischen Kalinka und Melanie Bernstein (40) entscheiden. Sie ist Geschäftsführerin des CDU-Kreisverbands Neumünster und erhielt die Unterstützung des dortigen Vorstandes. Den weiteren Bewerbern Babett Schwede-Oldehus und Dirk-Justus Hentschel – beide aus Neumünster – werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

 Warum erst Interesse am Landtag und nun Ambitionen für den Bundestag? Werner Kalinka: „Durch die Erklärung von Philipp Murmann, für eine weitere Kandidatur nicht zur Verfügung zu stehen, ist eine neue Situation entstanden.“ Die Unterstützung von Mitgliedern aus den Ortsverbänden, Vereinigungen und dem Kreisvorstand sei für ihn motivierend gewesen. Eine rasche Einarbeitung in die Themen des Bundestagswahlkreises, der sich über den Kreis Plön, Neumünster und Teilen des Kreises Segeberg erstreckt, sei für ihn selbstverständlich. „Es werden wichtige Weichen in Berlin gestellt, die auch für unsere Bürger und unsere Region von Bedeutung sind. Hier möchte ich mich einbringen.“

 Die Liste der politischen Ämter Kalinkas ist lang. Er war insgesamt 17 Jahre lang Landtagsabgeordneter. Mehr als 25 Jahre war er im Plöner Kreistag und lange dessen Kreispräsident. 1978 wählte ihn seine Partei zum ersten Mal zum Kreisvorsitzenden. Seit 2002 ist er CDA-Landesvorsitzender. Seine größte politische Niederlage war die Landratswahl 2005, wo er das schlechteste Ergebnis aller Bewerber einfuhr.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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Foto: Peter Sönnichsen (CDU) kritisert Werner Kalinka für dessen Bewerbung um eine Bundestagskandidatur im Wahlkreis Plön/Neumünster.

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