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Krokauer Mühle dreht sich weiter

Winterarbeit Krokauer Mühle dreht sich weiter

Winterschlaf für die Krokauer Windmühle bedeutet Winterarbeit für die ehrenamtlichen Windmüller um den Vereinsvorsitzenden Hans-Herbert Buchholz und Mühlenwart Peter Stoltenberg. Sie haben nach einer erfolgreichen Saison jede Menge zu tun.

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Mühlenvereinsvorsitzender Hans-Herbert Buchholz (links) und Mühlenwart Peter Stoltenberg: „Sicherheit hat oberste Priorität.“ Die Mühlenfreunde erneuerten den Zaun rund um die Krokauer Windmühle.

Quelle: Astrid Schmidt

Krokau. Die Krokauer Windmühle hat in den vergangenen Monaten noch einmal an Popularität gewonnen. „Wir hatten an den Wochenenden mehr Besucher als in der ganzen Saison 2014“, berichtet Hans-Herbert Buchholz. Den Grund dafür kennen die Mühlenfreunde sehr genau: „Nach dem Fernsehbericht über die Mühle im NDR gab es einen richtigen Ansturm“, erzählt Buchholz. Darauf sind die Männer und Frauen, die mit viel Einsatz und Hingabe die Mühle pflegen und am Laufen halten, auch stolz.

 Einer von ihnen ist Mühlenwart Peter Stoltenberg. Der Krokauer ist ein echter Tüftler und kreativer Techniker, wenn es darum geht, die fast 100 Jahre alte Technik fit zu halten. „Wir möchten, dass sie nach 200 Jahren hier nicht nur steht, sondern sich auch dreht“, erklärt Stoltenberg. Gerade hat er 16 „Schuhe“ und acht Stahlplatten gebaut. Damit soll die 16 Tonnen schwere Kappe erhöht werden. „Die Balken der Kappe scheuern auf dem Korpus“, erklärt Stoltenberg die Maßnahme. Gleichzeitig könne dadurch die Kappe auf dem Korpus besser zentriert werden, um die darunter liegenden Teile, die mit der Kappendrehung zu tun haben, zu entlasten.

 „Die Ursache dafür sind Setzung und Verschleiß des Holzes“, stellt der Wart fest. Zur Winterarbeit gehört auch der Austausch der Flügelbretter, um die Mühle vor der Witterung zu schützen. Gleichzeitig werden die Lichtschlangen an den Flügeln befestigt, damit sie in der dunklen Jahreszeit weithin erstrahlen. Das Säubern aller Teile nimmt ebenfalls viel Zeit in Anspruch. „Der Mahlgang wird auseinander gebaut und mit dem Staubsauger auch der kleinste Staub entfernt“, berichtet Stoltenberg. Zum ersten Mal müssen sie auch Hand an den Fliehkraftregler legen. Dort ist das Gestänge ausgeschlagen. Stoltenberg will eine Scheibe aus Bronze einsetzen, da dies verschleißarm sei und der Reibung gut standhalten könne, erklärt der Techniker.

 Eine „sehr wichtige Maßnahme“ konnte noch vor Saisonende abgeschlossen werden, verkündet Buchholz. „Wir haben eine neue Umzäunung gesetzt und an den Treppen Pforten und beidseitig Handläufe montiert. Sicherheit hat oberste Priorität“, betont der Vereinsvorsitzende. Dafür spendete die Förde Sparkasse 2000 Euro.

 Doch alle Arbeiten werden nicht erledigt sein, wenn am Pfingstmontag, dem Deutschen Mühlentag, die Krokauer Windmühle wieder öffnet. Im nächsten Jahr, so kündigt Buchholz an, sollen unter anderem die Ausstiegsluken erneuert werden.

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Astrid Schmidt

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